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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 05:03 Uhr

Zugeparkt: Gerda Huber kämpft ums Grün

vom

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2012 | 07:31 Uhr

Lichtenhagen | Gerda Huber und ihr Mann Hans-Jürgen sind sauer. Seit Jahren parken Autos wild auf einer Grünfläche hinter ihrem Wohnblock in Lichtenhagen. Kreuz und quer stehen sie dann dort und quetschen sich auf die kleine Fläche. An einigen Stellen ist der Rasen schon komplett abgefahren, auch die Sträucher wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein halbes Jahr lang schaute sich die 63-Jährige die Situation an, seit dem ist sie Dauergast beim Ortsamt. "Dort werde ich immer nur vertröstet", sagt die Rentnerin.

Vor allem junge Leute, die in dem Wohnblock neben der Fläche leben, sollen laut Huber hier öfter ihre Wagen abstellen. Oftmals seien es immer dieselben. "Dabei haben wir mehrere große Parkplätze in der Nähe", sagt die Rentnerin. Von ihrem Balkon ihrer Wohnung in der Güstrower Straße aus hat das Ehepaar einen guten Blick auf die Fläche. Früher standen hier die Mülltonnen, sodass das Rondell nicht befahren werden konnte. Vor drei Jahren erhielten die Behälter einen anderen Standort. "Viele der PKW-Inhaber sind zu bequem, ein paar Schritte mehr zu gehen" so Huber. Vor einiger Zeit habe sogar jemand sein kaputtes Auto einfach hier abgestellt und erst nach Tagen wieder abgeholt. "Das muss nun wirklich nicht sein", so Huber. Früher sei die Polizei manchmal dort gewesen und habe Knöllchen verteilt. Doch auch das sei schon lange her.

Stadt prüft, wem die Fläche gehört

Seit 37 Jahren lebt das Ehepaar nun schon in dem Block. Für sie ist Lichtenhagen ihr Zuhause. "Wir waren dabei, wie alles aufgebaut wurde. Zu sehen, wie etwas zunicht gemacht wird, ist einfach nicht schön", sagt Gerda Huber. Bereits vor Jahren wurde die eine Hälfte der Fläche mit Pollern unbefahrbar gemacht. Laut Huber habe ihr das Lichtenhäger Ortsamt bereits versprochen, auch den restlichen Teil zu begrenzen. Bisher ist nichts geschehen. "Wenn es mir nicht schon ein paar mal vom Amt zugesichert worden wäre, würde ich vielleicht gar nicht so sauer sein", sagt Huber. Bei der Stadt hingegen geben es noch keine konkrete Lösung für das Problem. Derzeit werde geprüft, wem die Fläche überhaupt gehört, so eine Stadtsprecherin.

Das Ehepaar hofft nun, dass bald etwas passiert und die Fläche hinter ihrem Wohnblock wieder ansehnlich wird. "Es wäre schön, wenn die Fläche wieder bepflanzt wird und auch die Sträucher schön blühen können", so Huber. Kurz vor der Wahl wollte sie noch einen Brief an Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) schicken und ihm das Problem schildern.

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