Radeln in Rostock : Zoo-Tour endgültig abgesagt

Eine Zoo-Tour wird es vorerst nicht mehr geben.
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Eine Zoo-Tour wird es vorerst nicht mehr geben.

Gestiegene Anforderungen verhindern Organisation auch in den kommenden Jahren

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24. März 2016, 06:15 Uhr

Mehr als 300 Kilometer im Fahrradsattel sitzen, strampeln und schwitzen für einen guten Zweck – so lautete insgesamt 15-mal das Motto der traditionellen Zoo-Tour. Doch die Benefiz-Veranstaltung zugunsten von Projekten im Rostocker Zoo wird so, wie sie Teilnehmer und Unterstützer kannten, nicht mehr stattfinden: „Es ist eine wirklich bedauerliche Entscheidung, die einem in der Seele wehtut. Wir haben lange mit uns gerungen, aber es ist leider nicht zu ändern“, sagt Chef-Organisator Falk Petersen.

Die Arbeitsaufgaben und Anforderungen an das Organisationsteam seien immens gestiegen und deshalb für die etwa 35 bis 40 involvierten Zoo-Mitarbeiter neben den eigentlichen Verpflichtungen nicht mehr ohne Weiteres zu schaffen. Zudem habe man die traditionsreiche Fahrradtour durch krankheitsbedingte Ausfälle nicht mit der Sorgfalt und in der Qualität vorbereiten können, wie Teilnehmer und Zuschauer es gewohnt waren, so Petersen. Bereits im letzten Jahr hatte die Tour aufgrund einer Erkrankung seinerseits abgesagt werden müssen.

Auch Zoo-Direktor Udo Nagel bedauert die Entscheidung: „Ich danke allen Teilnehmern, Organisatoren und Förderern, die in den letzten Jahren so zielstrebig dabei gewesen sind.“ Der Zoo werde trotzdem weiterhin sportlich bleiben und durch Veranstaltungen wie den Winterlauf für das Polarium – das neue Zuhause der Eisbären und Pinguine – aktiv werden, Spenden sammeln und sich engagieren. Bei der Tour zum 15. Jubiläum waren 2014 durch Start-, Förder- und Spendengelder sowie die 177 fleißigen Radler zuletzt 30 000 Euro zusammengekommen, die in den Bau des Polariums fließen sollen. In den vergangenen 15 Jahren konnten sogar insgesamt 305 000 Euro für Zoo-Projekte erradelt werden.

Eine alternative Veranstaltung im kleineren Rahmen werde es in diesem Jahr definitiv nicht mehr geben. „Dazu ist es schlicht zu spät. Die meisten Radler stellen ihre Tour-Pläne spätestens im März auf“, sagt Falk Petersen. Allerdings sei eine Abschlussveranstaltung mit Organisatoren, Förderern und Radlern noch für 2016 geplant, um sich für das Mitwirken in den vergangenen Jahren zu bedanken, so der Tourmanager.

Fest steht dennoch: „Die Zoo-Tour wird es so, wie sie war, mit Sicherheit nicht mehr geben“, sagt der Chef-Organisator. Durch die Unterbrechungen in den vergangenen Jahren könne die Fahrt einfach nicht mehr in dem gleichen traditionsreichen Umfang stattfinden. Der Wunsch, etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen, sei aber auf jeden Fall da, so Petersen.

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