Rostock : Zoo tauft Orang-Mädchen Niah

Etwas skeptisch schaut Mutter Hsiao-Ning ins Taufbecken ihrer Tochter. Die kleine„Niah“ hat sie dabei fest im Griff.  Fotos: Kazi
Etwas skeptisch schaut Mutter Hsiao-Ning ins Taufbecken ihrer Tochter. Die kleine„Niah“ hat sie dabei fest im Griff. Fotos: Kazi

Affenkind bekommt am Jahrestag der Eröffnung des Darwineums einen Namen. Direktor bilanziert fünf Jahre und blickt in die Zukunft

svz.de von
08. September 2017, 20:25 Uhr

Der jüngste Nachwuchs in Rostocks Affenhaus hört seit heute auf den Namen Niah. Genau fünf Jahre nachdem das Darwineum im Rostocker Zoo eröffnet worden ist, haben Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) sowie Wiro-Geschäftsführer und Affenpate Ralf Zimlich gestern enthüllt, dass die Mehrheit der rund 7000 Teilnehmer der Online-Abstimmung das am 24. Juli geborene Orang-Utan-Mädchen „die Fröhliche“ nennen wollen.

Das fünfjährige Bestehen des Darwineums im Zoo resümiert Direktor Udo Nagel im Rückblick positiv: „Es gab damals viele – auch negative – Schlagzeilen um den Bau, aber dank der Unterstützung der Hansestadt und der Wiro sowie vieler Privatpersonen konnten wir den Tieren ein artgerechtes Zuhause schaffen“, sagt Nagel. Auch die Besucherzahlen seien gewachsen, inzwischen hätten mehr als drei Millionen Menschen das Darwineum besucht. „Es erfüllt uns alle mit Stolz, wenn wir durch die Tore unseres Zoos gehen und wissen, wir sind die Nummer Eins in Europa“, sagt Methling während der Taufe. Seit 2015 trägt die Rostocker Einrichtung den Titel „Bester Zoo Europas“ in der Kategorie mit bis zu einer Million Besucher jährlich.

Die kleine Niah ist neben Mutter Hsiao-Ning und Vater Sabas der 15. Menschenaffe, der das Darwineum sein Zuhause nennen darf. „Sie entwickelt sich großartig und nimmt ihre Umwelt schon sehr bewusst wahr“, sagt Kuratorin Antje Zimmermann. Das Orang-Utan-Mädchen zeige einen gesunden Hunger und wiege jetzt schätzungsweise 1,8 Kilo. Hsiao-Ning kümmere sich rührend um ihr Kind und auch Schwester Dinda zeige großes Interesse an der Kleinen. Vater Sabas hingegen halte sich eher im Hintergrund, was bei den Affen aber üblich sei. Anlässlich des Jubiläums versteigert der Zoo fünf von den Orang-Utans gemalte Bilder, die im Foyer des Darwineums gezeigt werden. „Wir stellen ihnen früh morgens oder am Nachmittag die Leinwände und Fingermalfarben zur Verfügung und dann können sie sich beschäftigen“, sagt Tierpfleger Tobias Pollmer. Vor allem Dinda habe eine Vorliebe für die Farben und Pinsel. Wer ein Werk ersteigern möchte, soll am Wochenende im Darwineum-Shop ein Gebot abgeben, so Zoo-Mitarbeiterin Kerstin Haase. Die Erlöse würden in neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschenaffen fließen.

Im Darwineum leben derzeit rund 2000 Tiere von mehr als 150 Arten, fast doppelt so viele wie im Startjahr 2012. „Auf die Erfolge in Zucht und Tierhaltung sind die Zoo-Mitarbeiter, allen voran die Tierpfleger, sehr stolz“, betont Direktor Nagel. Mit der Eröffnung des Polariums 2018 für die Eisbären und Pinguine werde der Rostocker Zoo einen weiteren Meilenstein setzen, der dessen Entwicklung nachhaltig präge.

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