Zoo Rostock : Todesursache von Orang-Utan-Weibchen Dinda geklärt

Dinda kam am 10. Dezember 2015 auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans aus England in den Rostocker Zoo. Sie wurde am 6. Juli 2006 im Primatenrettungszentrum Monkey World in Wareham/Dorset geboren.
Dinda kam am 10. Dezember 2015 auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans aus England in den Rostocker Zoo. Sie wurde am 6. Juli 2006 im Primatenrettungszentrum Monkey World in Wareham/Dorset geboren.

Der am 6. Februar plötzlich verstorbene 13-jährige Menschenaffe litt unter einer schweren Dickdarmentzündung.

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08. Februar 2020, 18:20 Uhr

Offenbar an einer schweren Dickdarmentzündung litt Orang-Utan-Weibchen Dinda aus dem Darwineum im Rostocker Zoo, bevor sie in der Nacht zu Donnerstag verstarb. Das haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Rostock am Freitag herausgefunden, informiert Zookuratorin Antje Angeli.

Dinda kam am 10. Dezember 2015 auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans aus England nach Rostock. Sie wurde 13 Jahre alt und hinterlässt eine zweijährige Tochter.

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Hochkarätige Ärzte untersuchen Menschenaffen

Im Institut für Rechtsmedizin nahmen der stellvertretende Direktor Prof. Fred Zack sowie Dr. Verena Kolbe und Dr. Johannes Manhart am Freitag in Rostock eine Sektion vor, um die Todesursache von Dinda abzuklären. Prof. Horst Nizze, ehemaliger Direktor des Instituts für Pathologie, unterstützte sie.

Der erfahrene Mediziner hatte bereits die 2012 verstorbene Orang-Utan-Dame Shiwa obduziert. „Wir sind der Universitätsmedizin Rostock sehr dankbar für die professionelle Unterstützung und die schnelle Feststellung der Todesursache“, betonte Zookuratorin Angeli. „Derartige akute Krankheitsverläufe wie bei Dinda sind zwar selten, treten aber vereinzelt immer wieder auf.“

Weiterlesen: Wie die Orang-Utans den Verlust von Dinda verkraften

Orang-Utan-Mutter Dinda hatte seit Sonntag gesundheitliche Probleme. Sie war am Tag vor ihrem überraschenden Tod in der Tierklinik umfassend untersucht worden. „Nach Angaben der Rostocker Rechtsmediziner war der Tod von Dinda weder vorhersehbar noch zu verhindern“, so Antje Angeli.

„Die zügige Abklärung war uns sehr wichtig. Jetzt gilt unser Hauptaugenmerk ihrer kleinen Tochter LinTang (2), der es gut geht, die sich aber ohne ihre Mutter in ihrer Gruppe neu zurechtfinden muss.“ Bereits am Freitag hatte die Kuratorin berichtet, dass sich Dindas Schwester Hsiao-Ning bereits um ihre verwaiste Nichte kümmere.

Zoolights bleiben wegen Orkan-Warnung ausgeschaltet

Aufgrund der aktuellen Sturmwarnung um Orkantief Sabine werden die Zoolights am Sonntag nicht eingeschaltet. Der Zoo Rostock ist jedoch regulär von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

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