Orkantief : Zoo geschlossen: Tiere suchen Schutz

Wisente müssen im Unterstand Schutz suchen.
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Wisente müssen im Unterstand Schutz suchen.

Die Gefahr vor herabstürzenden Ästen ist zu groß. Im Laufe des Vormittags entscheidet sich, ob der Zoo auch heute geschlossen bleibt.

svz.de von
06. Dezember 2013, 00:00 Uhr

Die Sicherheit der Tiere und Besucher geht vor. Aufgrund der Sturmwarnung hat der Rostocker Zoo gestern beschlossen, den Park zu schließen. Im Laufe des Tages entscheidet die Verwaltung, ob der Zoo auch heute geschlossen bleibt. „Wir wollen die Nacht abwarten und müssen dann erst einmal schauen, welche Schäden der Sturm angerichtet hat“, sagt René Gottschalk, Sprecher vom Zoo.

Während das Unwetter in der Hansestadt wütet, bleiben die Tiere alle in ihren Häusern. Bis auf die Wisente, die sich mit einem Unterstand begnügen müssen. Auch einige Greifvögel und Eulen bleiben draußen in ihren zum Teil überdachten Volieren. „Ihnen kann aber nichts passieren“, sagt René Gottschalk. Grundsätzlich sei die Lage für alle Tiere im Zoo ungefährlich. „Aber sie kriegen die Aufregung mit und werden von den Tierpflegern betreut“, ergänzt er. Gerade die Pelikane und Löwen merken, dass ihr Tagesablauf durch den ausbleibenden Freigang gestört ist.

Eine entscheidende Gefahr birgt die historische Parkanlage mit ihrem alten Baumbestand. Durch die Sturmböen sind herabstürzende Äste zu erwarten. „Bereits in den vergangenen Tagen wurden auffällige Bäume beschnitten“, sagt René Gottschalk. Trotzdem kann es bei extremen Windverhältnissen immer noch zu unvorhergesehenen Astabstürzen kommen. Die Mitarbeiter des Rostocker Zoos haben außerdem alle Gehege und Absperrungen auf ihre Sicherheit geprüft. Die Tiere des Darwineums bekommen von dem Orkantief hingegen kaum etwas mit. In der Tropenhalle sind sie vor dem Wintereinbruch sicher.

Für die Mitarbeiter des Tierparks war die Schließung keine leichte Entscheidung. „Wir haben das genau durchdacht und abgewogen, auch wenn uns dadurch Einnahmen verloren gehen“, sagt der Zoo-Sprecher.

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