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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. Oktober 2017 | 14:21 Uhr

Rostock-Gehlsdorf : Zoll bekommt nachhaltigen Neubau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

BBL baut in der Pressentinstraße 83 für den Bund. 2,5 Millionen Euro investiert. Einzug der Mitarbeiter für Oktober geplant

Wenn sie aus ihren Bürofenstern schauen, können die Mitarbeiter des Hauptzollamtes Gehlsdorf bereits ihren künftigen Arbeitsplatz sehen. Wird doch auf dem Gelände in der Pressentinstraße 83 seit Jahresanfang an einem Ersatzneubau gewerkelt. „Und der ist auch dringend nötig“, sagt Matthias Luck von der Bundesimmobilienanstalt (Bima), die Eigentümer der vom Zoll genutzten Gebäude und damit bald auch des Neubaus ist. Rund 2,5 Millionen Euro investiert der Bund in den Zweckbau, bei dessen Errichtung besonders auf Nachhaltigkeit geachtet wird.


Erweiterung ist aufdem Papier schon fertig


Auf dem Gelände in Gehlsdorf sitzen drei Bereiches des Zolls – neben dem Haupt- auch das Generalzollamt und das Bildungs- und Wissenschaftszentrum. Dazu kommen zwei Wohnheime. In den Neubau umziehen werden aber nur die 38 Kollegen vom Hauptzollamt. „Sie sitzen derzeit im Obergeschoss der zwei Baracken, die noch aus den 70er-Jahren stammen. Und aus brandschutzrechtlichen Gründen müssen sie da dringend raus“, so Luck. Im Oktober soll der Ersatzneubau fertig sein. Während der Planung für das Gebäude hätte die Bima sich auch alternative Standorte wie den Dierkower Damm angeschaut, sich dann aber schlussendlich für den Verbleib auf dem Gelände und den Bau auf der bis dahin grünen Wiese entschieden.

Perspektivisch könnte der zweigeschossige Neubau, der in Modulbauweise errichtet wurde, auch durch einen weiteren ergänzt werden, in den dann die restlichen Zollmitarbeiter einziehen. „Auf dem Papier haben wir das schon projiziert und drei Varianten vorliegen“, so Luck. Die Entwürfe wären aber derzeit nur für die Schublade, denn bevor es einen weiteren Neubau gibt, muss der Zoll als Grundlage erst seine Pläne am Standort und den künftigen Ausbildungs-, Einstellungs- und generellen Personalbedarf offenlegen. „Auf diese Detailplanung hätten wir aktuell aber nicht warten können. Die Brandschutzgründe waren unaufschiebbar und es macht kostenmäßig kaum einen Unterschied, ob wir gleich oder versetzt neu bauen“, sagt Luck.

Allerdings wären die Zukunftspläne aber der Grund dafür, warum der Haupteingang des Neubaus auf die von der Straße abgewandte, eigentliche Rückseite des Gebäudes gelegt wurde. „So könnten wir einen Neubau besser anschließen“, sagt Projektleiterin Wibke Lunow vom landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), der das Vorhaben für den Bund als Bauherr realisiert und das fertige Bürogebäude im Oktober an die Bundesimmobilienanstalt übergeben will.

Claudia Labude-Gericke

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