Teuerste Baustelle MVs : ZMF liegt voll im Zeitplan

Die gigantische Baugrube der Zentralen Medizinischen Funktionen klafft hinter Uwe Sander, dem Leiter des Geschäftsbereichs Hochschul- und Klinikbau des BBL. Fotos: Georg Scharnweber
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Die gigantische Baugrube der Zentralen Medizinischen Funktionen klafft hinter Uwe Sander, dem Leiter des Geschäftsbereichs Hochschul- und Klinikbau des BBL. Fotos: Georg Scharnweber

Die Erdarbeiten für das Gebäude der Zentralen Medizinischen Funktionen der Uniklinik sind weit fortgeschritten. Baugrube ist 145 Meter lang.

svz.de von
20. August 2016, 08:00 Uhr

Die größte und teuerste Baustelle MVs hat ihren Tiefpunkt erreicht: Auf dem Campus der Universitätsmedizin klafft zwischen Chirurgie und der Inneren Medizin ein gigantisches Loch. Dort wo für 143 Millionen Euro das Gebäude der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) entstehen soll, hat das Team um Projektleiter Hans-Joachim Jacobi jetzt die Baugrube von 145 Metern Länge, 56 Metern Breite und acht Meter Tiefe komplett ausgehoben. „65 000 Kubikmeter Erde wurden auf 2500 randvollen Lkw abtransportiert. Das sind etwa 100 000 Tonnen“, sagt der Projektleiter des Betriebs für Bau- und Liegenschaften (BBL) MV.


533 Beton-Bohrpfähle stützen die Baugrube


Nach der Grundsteinlegung Mitte Juni wurden inzwischen die Bodenplatte gegossen und die Geothermieanlage eingefasst, deren schwarze Ausgangsschächte bis zu 110 Meter tief in die Erde reichen und immer zugänglich bleiben. Rundherum halten 533 Bohrpfähle aus Beton die Baugrube zusammen, während Grundwasser abgepumpt werden muss. „Hier in Rostock steht das Grundwasser sehr hoch. Bereits wenn man 50 Zentimeter tief gräbt, stößt man darauf“, sagt Uwe Sander, Leiter des BBL-Geschäftsbereichs Hochschul- und Klinikbau. „So etwa, wenn das 1. Obergeschoss errichtet wurde, haben wir dann genug Gewicht, damit das Grundwasser verdrängt wird“, so Sander. Insgesamt soll das Gebäude sechs Stockwerke bekommen – zwei unterirdische und vier Obergeschosse. „Damit wird es zwar teurer, aber bauplanerisch einwandfrei und nicht höher als der First des Zentrums für Innere Medizin“, sagt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Um den Klinikbetrieb dabei möglichst wenig einzuschränken, wurde extra ein Baulogistiker beauftragt, der die Zulieferer minutiös koordiniert.

Anfang September soll der zweite Kran auf dem Gelände aktiv werden. In der Hochphase der Errichtung des Rohbaus werden gut 230 Beschäftigte auf der Baustelle arbeiten, sagt Uwe Sander, inklusive der Fachmänner für den Innenausbau. 60 Prozent der Stellen seien bereits ausgeschrieben: „Damit liegen wir noch immer voll im finanziellen Rahmen“, so der Geschäftsbereichsleiter. Mit den Bauarbeiten beauftragt wurde eine Firma aus MV.


Inbetriebnahme für 2019 anvisiert


„Bis Ende des Jahres sollen die unterirdischen Verbindungen zu den Nebengebäuden fertig sein. Dann werden vermutlich auch die ersten Wände stehen“, sagt ZMF-Projektleiter Jacobi. Das Richtfest sei für 2017, die Inbetriebnahme dann für 2019 anvisiert, sagt BBL-Klinikbau-Bereichsleiter Uwe Sander.

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