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Hansa unentschieden bei Dynamo Dresden : Ziegenbein sorgt noch für das 2:2

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erstellt am 13.Jan.2011 | 02:03 Uhr

Einen Punkt erkämpfte sich der FC Hansa am 13. Spieltag der 3. Fußball-Liga bei Dynamo Dresden. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte Björn Ziegenbein mit seinem sechsten Saisontor für das 2:2 (1:1). Die Rostocker büßten jedoch den zweiten Platz ein, sind jetzt Dritter hinter Offenbach und Wehen Wiesbaden.

Im Vergleich zum 2:1 gegen Heidenheim musste FCH-Trainer Peter Vollmann zwei Veränderungen vornehmen: Robert Müller und Radovan Vujanovic liefen an Stelle von Stephan Gusche (Kreuzbandriss) sowie Lucas Albrecht (Angina) auf.

Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, dass die Gäste die spielerisch feinere Klinge schlugen, während Dresden versuchte, mit kämpferischen Mitteln und hohem Einsatz die Defizite auszugleichen. Die erste Chance hatten die Gastgeber. Nach einem Freistoß von Fiel lenkte Peter Schyrba den Ball per Kopf an den Pfosten des eigenen Tores (11.).

Anschließend verlagerte sich das Geschehen auf die Gegenseite. Michael Wiemann (14./zögerlich) und Björn Ziegenbein (17./per Kopf) vergaben in aussichtsreichen Positionen. In der 25. Minute war Dynamo-Keeper Keller bei einem Kopfball von Marcel Schied nach Flanke von Ziegenbein aber machtlos – 1:0 für die Ostseestädter. „Ich freue mich, dass ich in solch einer wichtigen Partie getroffen habe. Es macht einfach Spaß, vor so einer Kulisse Fußball zu spielen. Es war aber auch eine super Hereingabe von Björn Ziegenbein, und da muss man als Stürmer eben stehen“, so Schied.

Die Sachsen glichen jedoch umgehend aus. Fiel bediente Esswein, der entschieden zuviel Platz hatte – 1:1 (29.). Kurz vor dem Wechsel agierte Mohammed Lartey zu eigensinnig und übersah den besser postierten Vujanovic (40.).

Aus dem Nichts ging Dresden zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung: Geritt Müller nutzte einen Stellungsfehler des ehemaligen Dynamo- und jetzigen Rostocker Kapitäns Sebastian Pelzer („Ich sehe es positiv: Die Pfiffe zeigen auch den Respekt, den die Leute vor mir haben“) und überlupfte Keeper Kevin Müller – 2:1 (49.).

Ziegenbein verpasste im Gegenzug den möglichen Ausgleich (50.). Im Anschluss war es zweimal Dresdens Esswein, der an Kevin Müller scheiterte (54., 79.).

In den letzten zehn Minuten setzte Hansa alles auf eine Karte, brachte einen zusätzlichen Stürmer (Malick Bolivard) und stellte auf Dreier-Abwehrkette um – mit Erfolg. Vujanovic schlug das Leder quer über den Platz zu Ziegenbein, der nicht lange zögerte und das 2:2 markierte (85.): „Ich habe gesehen, dass direkt vor mir der Verteidiger war und ich deshalb nicht mit Vollspann durchziehen kann. Der Torwart stand ein bisschen weit draußen, da habe ich mir gedacht, der Schuss muss einen Bogen haben. Ich erziele eben nur die schweren Tore, muss jetzt noch lernen, auch die leichten zu machen.“

Anschließend stellte Vollmann die reguläre Formation seiner Truppe wieder her, brachte den erst 17-Jährigen Tom Trybull als Stabilisator ins defensive Mittelfeld. „Absolut geil. Etwas Besseres gibt es im Moment nicht, auch wenn ich keinen Ballkontakt hatte“, freute sich der Nachwuchskicker über sein Debüt vor fast 30 000 Zuschauern.

Trainer Peter Vollmann

Ein gerechtes Ergebnis eines intensiven Spiels, an dem beide Teams ihren Anteil hatten. In der ersten Halbzeit waren wir etwas besser, nach der Pause Dresden. In der zweiten Hälfte haben wir einfach zu viele Bälle verloren, vor allem in der Spitze. Da muss man dann natürlich viel hinterherlaufen, gerade in solch einer Partie. Das hat uns aus dem Konzept gebracht. Etwas mehr Ruhe hätte uns in dieser Phase gut getan. Aber wir sind zurückgekommen und holten uns Moral für die kommenden Aufgaben. Wir nehmen eine Menge mit – vor allem, dass wir eine gute Mannschaft sind und jeden in dieser Liga schlagen können.

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