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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 20:38 Uhr

Rostock : Zentrum bündelt Bau-Kompetenz

vom
Aus der Onlineredaktion

Aus dem Osthafen heraus wollen Rostocker Architekten eine neue Form der Nachhaltigkeit schaffen. Projekt vorgestellt.

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Das Architektur-Büro Bastmann und Zavracky hat gestern gemeinsam mit Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph öffentlich die Bebauungspläne des Campus Altkarlshof am Osthafen vorgestellt. Auf dem durch Altlasten kontaminierten Gelände der ehemaligen VEB Bitumenverarbeitung entsteht nach erfolgreicher Sanierung ein Kompetenzzentrum für nachhaltiges Bauen. Vorgesehen ist auf dem insgesamt 3800 Quadratmeter großen Campus ein Gebäudekomplex, in dem Ingenieurbüros, Architektenbüros und andere artverwandte Dienstleister einziehen. Gemeinsam befassen sie sich mit dem Thema effizientes Bauen.

„Vor zwei Jahren kam uns die Idee zum Campus Altkarlshof und ich bin sehr froh, dass wir diese nun realisieren können“, erklärt Mitinitiator und Architekt Stephan Bastmann. Bis 2019 sollen die Mieter ihre Büroräume in einem der zwei Gebäude beziehen. Die Objekte sind eingebettet in ein Gesamtgrundstück, das eine öffentliche Fußgänger- und Radfahreranbindung besitzt. Alle Räume in den Gebäuden können flexibel und individuell umgestaltet werden, sodass aus einem Großraumbüro beispielsweise mehrere kleine Arbeitsräume entstehen können. „Diese Art von Architektur nennen wir nachhaltiges Bauen. Es müssen keine großartigen Umbauarbeiten vorgenommen oder Wände eingerissen werden“, erklärt Bastmann.

Die zukünftig bis zu 109 Arbeitnehmer haben von ihren Büros oder von der Außenanlage aus einen direkten Blick auf die Warnow. Der Standort am Osthafen steht für eine städtebauliche und inhaltliche Neuausrichtung, die vom klassischen Gewerbegebiet wegführt. Vielmehr wird ein Arbeitsplatz kreiert, der Beruf, Freizeit, Bildung und Forschung miteinander vereint. „Wir wollen einen Ort mit einer perfekten Arbeitssituation schaffen. Durch die transparente Gestaltung kann ein reger Austausch untereinander stattfinden. Der Außenbereich wird so gestaltet, dass Platz für Erholungszeiten da ist“, so Bastmann. Oberbürgermeister Roland Methling sieht in dem Bauvorhaben einen Wegweiser für zukunftsorientierte und ganzheitliche Stadtentwicklung.

Auch Stefan Rudolph ist vom Projekt überzeugt. „Auf einem belasteten Gebiet entsteht jetzt ein moderner Wirtschaftsstandort in attraktiver Lage, der für die Hansestadt Vorteile bringt“, sagt der Wirtschaftsstaatssekretär.

Kommentar von Anja Engel: Mit gutem Beispiel voran
Wenn es um Bauvorhaben geht, so kann es zwischen Investoren, Vertretern der Stadt, dem Land oder der Bürgerschaft zu der ein oder anderen Unstimmigkeit kommen. Die Architekten Bastmann und Zavracky konnten sowohl die Stadt als auch das Land mit ihrem Projekt Campus Altkarlshof überzeugen. So sehr, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern 5,2 Millionen Euro in die Sanierung des Geländes investiert. Die Politik hat also verstanden, dass Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei der Stadtentwicklung viele Vorteile mit sich bringen. Mit den Experten, die sich künftig in einem nachhaltig errichteten Gebäude Gedanken über  nachhaltiges Bauen machen, schafft sich die Hansestadt Rostock nachhaltig ein Alleinstellungsmerkmal  in Sachen effiziente Stadtentwicklung. Mehr Nachhaltigkeit geht nicht!
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