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Arbeitslosigkeit : Zehn Jahre Hartz IV: Rostock zieht Bilanz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Seit Bestehen des Hanse-Jobcenters ist die Arbeitslosigkeit vor Ort stark zurückgegangen.

„2005 hatten wir eine Jugendarbeitslosigkeit von knapp 40 Prozent, heute liegt sie unter zehn Prozent“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Gestern zog er mit Arbeitsagentur-Leiter Christoph Möller und Hanse-Jobcenter-Geschäftsführer Frank Junghans im Rathaus Bilanz nach zehn Jahren Hartz IV.

Im Januar 2005 wurden die Bereiche Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zur Grundsicherung für Arbeitsuchende in Rostock zusammengelegt. So entstand – getragen von der Agentur für Arbeit und der Hansestadt – das Hanse-Jobcenter. Seither sank die Arbeitslosigkeit erheblich. Während im Jahr 2005 noch rund 25  000 Menschen arbeitslos waren, lag die Zahl 2014 bei etwa 11  500. „Für die meisten Menschen ist die Arbeitslosigkeit nicht Schicksal, sondern Episode“, sagt Christoph Möller.

Nicht zuletzt deshalb waren von 2005 bis 2014 insgesamt 67 Millionen Euro in die Förderung beruflicher Weiterbildung geflossen. Schon für das kommende Jahr werde laut Möller von einer einstelligen Arbeitslosenquote in Rostock ausgegangen. 2014 lag die Quote bei 10,5 Prozent. Im Juni 2013 hatte die Arbeitslosenquote in der Hansestadt noch bei 10,7 Prozent gelegen.

„Zur Erhöhung unserer Beratungskompetenz nimmt jeder Mitarbeiter jährlich an zwei Schulungen teil“, sagt Junghans. 2014 hätten knapp 70 Prozent der Jobcenter-Kunden länger als zwei Jahre SGB II-Leistungen bezogen – 29 Prozent seien älter als 50 Jahre gewesen. „Außerdem werden uns mehr Menschen mit Migrationshintergrund vor neue Herausforderungen stellen“, so Junghans. „Daher werden wir künftig noch individueller beraten, umschulen und soziale Kompetenzen verstärkt herausstellen“, ergänzt Möller.

 

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