Warnemünde : Zähler zeigt: Ostseebad punktet bei Radfahrern

Radelt täglich: Erika Schulz (l.) – hier beim Befahren der Zählstelle in der Parkstraße.
Radelt täglich: Erika Schulz (l.) – hier beim Befahren der Zählstelle in der Parkstraße.

In der Parkstraße gibt es eine Zählstelle. Kürzlich ein Spitzenwert gemessen. Markgrafenheide folgt in Kürze.

svz.de von
10. April 2015, 07:00 Uhr

Das Ostseebad entwickelt sich zu einer Hochburg für Fahrradfahrer. Das lässt sich jetzt an einer der sieben Zählstellen in der Hansestadt in der Warnemünder Parkstraße nachweisen. „Am Ostersonntag ist mit 2300 Radfahrern an dieser Stelle ein neuer Rekord aufgestellt worden“, sagt Steffen Nozon, Mobilitätskoordinator der Hansestadt. „Wir erwarten, dass sich Warnemünde zu einem Spitzenreiter bei den sieben Zählstellen und den Radlern entwickeln wird“, so Nozon. Auch Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) teilt diese Ansicht: „Das Seebad zeichnet sich durch einen außergewöhnlich hohen Radverkehrsanteil aus: ein schönes Markenzeichen“, sagt er. Matthäus spricht aber auch Dinge an, die nachgebessert werden müssen: „Für Einheimische, Radferntouristen, Seebad- und Strandbesucher brauchen wir innerorts und für Erreichbarkeit über die Fahrradstraße von Lichtenhagen, an der Stadtautobahn oder die Werftallee endlich bessere Radwege. Finanzierungen sind im Haushalt bereits festgestellt oder vorgeschlagen“, sagt er.

Anhand dieser Zählstellen lassen sich die Daten erfassen und es wird deutlich, wo was nachgebessert werden muss. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten wie in der Parkstraße beim Parkhaus Ostsee. „Da fahren die Autos so weit vor, dass die Radler manchmal vom Radweg auf die Straße ausweichen oder absteigen müssen“, sagt Radlerin Erika Schulz aus Warnemünde. Manchmal würde da bereits eine Linie oder ein Schild, das auf die Radfahrer hinweist, hilfreich sein.

Hier ist Rostocks Mobiliätsexperte der Ansicht, dass gerade auf dem Europäischen Ostseefernradweg sichere Führungen sein müssen. „Deshalb haben die Bürger immer die Möglichkeit, über das Klarschiff-Portal der Hansestadt Rostock und einen Mängelbogen auf solche Kritikpunkte hinzuweisen“, sagt Nozon.

In Kürze bekommt Markgrafenheide so einen Zähler in der Markgrafenheider Straße, um auch dort genaue Daten über das Verhalten von Radfahrern zu bekommen. Diese Zähler haben den Vorteil, dass sie realistische Fakten aufweisen und nicht nur gefühlte Wahrnehmungen weitergeben. „Das ist ein Beitrag als Grundlage für Planungsleitlinien für Radverkehrsanlagen“, sagt Nozon. Und kurzfristig haben diese Zahlen auch eine Diskussion ausgelöst: „Wir prüfen, ob der Radweg nach Diedrichshagen in den Straßenreinigungs- und Winterservice integriert wird“, sagt Nozon.

Denn bei den Messungen im Winter wurde im Seebad nachgewiesen, dass Radler selbst bei Schnee ihr Fahrrad nutzen.

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