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Yachthafenresidenz-Investor Per Harald Lökkevik bleibt an den Festtagen in Haft

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erstellt am 20.Dez.2011 | 09:01 Uhr

Rostock | Der wegen des Verdachts des Subventionsbetruges angeklagte Investor und Betreiber der Yachthafenresidenz Hohe Düne in Rostock-Warnemünde, Per Harald Lökkevik, muss Weihnachten hinter Gittern verbringen. Er bleibt wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. "Der Strafsenat hat den Haftbefehl neu abgefasst", so ein Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG) gestern. Ein Widerspruch gegen diese Entscheidung sei nicht möglich. Der Norweger sitzt nun mit einer mehrwöchigen Unterbrechung seit Anfang Februar in Untersuchungshaft, er hat die ihm zur Last gelegten Vorwürfe stets bestritten.

Laut Anklage soll Lökkevik durch die künstliche Aufspaltung des 100-Millionen-Euro-Projekts und durch falsche Angaben in den Jahren 2002 bis 2006 insgesamt rund 13,5 Millionen Euro Fördermittel zu Unrecht bekommen haben. Lökkeviks Rechtsanwalt Oliver Kraft hatte jüngst jedoch erklärt, dass diese ungesetzliche Aufspaltung nicht zu sehen sei. Ein solches Vorgehen hätte zudem weder mehr Fördermittel noch andere Vorteile gebracht.

Ende November hatte das Landgericht Rostock den bestehenden Haftbefehl wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs aufgehoben, da es ebenfalls keinen hinreichenden Tatverdacht sah. Es erging jedoch ein weiterer Haftbefehl wegen des Verdachts, dass Fördergelder in andere Baumaßnahmen geflossen seien. Dieser Haftbefehl war vom Landgericht gegen eine Kaution von einer Million Euro außer Kraft gesetzt worden. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Einspruch beim OLG eingelegt. In einem Eilverfahren hatte das OLG dem Einspruch zugestimmt und nun endgültig über den Verbleib Lökkeviks in der Untersuchungshaft entschieden.

Kraft kritisiert die OLG-Entscheidung als sachlich falsch. Insbesondere sei die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft nach nunmehr neun Monaten nicht mehr zumutbar.

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