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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 15:33 Uhr

Mega-Antenne : XXL-Funkmast geht auf Sendung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die neue Anlage sorgt für besseren Radio- und TV-Empfang an der Ostsee

von
erstellt am 02.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Er ist 245 Meter hoch, 190 Tonnen schwer und aus Stahlgitter: der neue Sendemast in Krummendorf. „Gestern um 10 Uhr wurde der Mast in Betrieb genommen“, sagt Thomas Huschke von der Media Broadcast GmbH. Damit gehört schlechter Radio- und Fernseh-Empfang in Rostock nun der Vergangenheit an.

Auf den eigentlich 225 Meter hohen Mast wurde ein 20 Meter hoher Zylinder aus glasfaserverstärktem Kunststoff, einem so genannten GFK-Zylinder, befestigt. In diesem befinden sich die Antennen für das digitale Radio (DAB) und für das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T). Die Antennen für die UIltrakurzwellen (UKW) des analogen Radios sind unterhalb des GFK-Zylinders am Mast zwischen 140 und 220 Metern montiert.

„Dieser Sendemast wurde bewusst hier errichtet, weil damit eine optimale Versorgung der Bevölkerung in und um Rostock möglich ist“, sagt Rudolf Pospischil, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Funkturm GmbH. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom ist Bauherr des Masts.

Die Baugenehmigung für den Turm wurde Mitte April 2013 erteilt – kurz danach begannen die Arbeiten. Mittlerweile geben „die in drei Richtungen verankerten Seile dem Bauwerk Halt“, sagt Projektleiterin Gabriele Hansen, die sich über die zügige Umsetzung freut.

„Alle Frequenzen, die vorher in Marlow waren, sind nun in Rostock“, sagt Huschke. Media Broadcast, Dienstleister für Bild- und Tonübertragung, betreibt nun in Krummendorf zehn UKW-Sender und zwei DVB-T-Sender und hat die Voraussetzungen für den Start des neuen Digitalradios DAB+ Standard geschaffen.

Der neue Senderstandort versorgt insgesamt 600 000 Menschen aus Rostock und Umgebung erstmals mit Digitalradio. Das Empfangsgebiet reicht im Süden bis nach Güstrow und im Norden bis Wustrow. Zudem sind nun auch weite Strecken der stark befahrenen Ostsee-Autobahn A20 gut mit Digitalradio versorgt.

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