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13. Dezember 2017 | 04:19 Uhr

Wolfgang Wolf soll Hansa aus dem Keller führen

vom

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2011 | 08:06 Uhr

Rostock | Nass, kalt und stürmisch: Typisches Ostseeküsten-Wetter herrschte am ersten Arbeitstag von Wolfgang Wolf als Trainer beim FC Hansa Rostock. Nur zwei Tage nach der Demission von Peter Vollmann präsentierte der Fußball-Zweitligist bereits gestern einen neuen Chefcoach. "Wolfgang Wolf war unser Wunschkandidat und erster Ansprechpartner. Wir wollten einen erfahrenen Trainer mit Leidenschaft verpflichten. Diese ist sofort am Telefon übergesprungen. Er hat uns gleich einige Ansatzpunkte aufgezeigt", sagte Rostocks Manager Stefan Beinlich.

Wolf erhält zunächst einen Kontrakt bis zum Saisonende, der sich bei Klassenerhalt automatisch um ein Jahr verlängert. "Ich denke, das ist nicht ungewöhnlich. Es kommt auch nicht auf die Liga an. Wichtig ist, dass es mit dem Verein sowie Verantwortlichen passt und, dass man ein gemeinsames Ziel hat. Es wird ein steiniger und langer Weg. Aber wir wollen mit langem Atem am Ende des Tages über dem Strich stehen", erklärte Wolfgang Wolf, der von Anfang an ein gutes Gefühl hatte: "Es waren sehr offene Gespräche mit Bernd Hofmann (Vorstandsvorsitzender des FCH - d. Red.) und Stefan Beinlich. Das ist nicht immer so. Daher habe ich auch nicht lange gezögert, hier zuzusagen. Ich freue mich auf die Aufgabe."

Als Co-Trainer stehen dem gebürtigen Pfälzer weiterhin Michael Hartmann und Alexander Ogrinc zur Seite: "Wir haben zusammen gefrühstückt und alle wichtigen Dinge besprochen."

Nach seiner öffentlichen Vorstellung machte sich der Coach sogleich ans Werk. In einer Ansprache ans Team erläuterte Wolf, was er in den kommenden Wochen sehen möchte. Dann ging es auf den Trainingsplatz. "Es wird eine kurze Einheit zum Kennenlernen", erklärte der 54-Jährige vorher. Anschließend scheuchte er die Truppe eine Stunde und 45 Minuten über den Rasen. Immer wieder unterbrach er mit einer Trillerpfeife das Geschehen, gestikulierte viel und führte einige Einzelgespräche. "Ich habe gar nicht gemerkt, dass es so lange dauerte. Doch die Mannschaft hat mitgezogen und Freude gezeigt, da kann man dann auch mal etwas länger trainieren", sagte Wolf, der nur wenig Zeit hat, um Hansa auf den schweren Gang zum SC Paderborn (morgen 18 Uhr) vorzubereiten. "Michael Hartmann muss mir helfen. Er ist sehr nah dran an der Mannschaft. Ich bin überzeugt von ihm. Daher haben wir auch keine Veränderung vorgenommen", so der neue Chef auf der Bank.

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