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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 16:47 Uhr

Immobilien : Wohnen wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der neue Mietspiegel tritt am 1. Januar in Kraft. Er zeigt: Die Preise steigen im Durchschnitt um 17 Cent pro Quadratmeter

Die Stadtverwaltung hat gemeinsam mit einem Arbeitskreis den qualifizierten Rostocker Mietspiegel für 2015 vorgelegt. Der durchschnittliche Mietpreis liegt demnach bei 5,69 Euro je Quadratmeter und hat sich im Vergleich zu 2013 um 17 Cent erhöht.

Je nach Lage und Größe variieren die Preise allerdings extrem. Tiefstwert sind 4,20 Euro je Quadratmeter für 60 bis 75 Quadratmeter große Wohnungen in Häusern, die zwischen 1977 und 1990 in industrieller Bauweise und normaler Wohnlage errichtet wurden. Spitzenwert sind 10,60 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen mit 60 bis 75 Quadratmetern Fläche, die nach 1990 in massiver Bauweise und Innenstadtlage gebaut wurden.

Zweck des Mietspiegels ist es, die ortsüblichen Preise aufzuzeigen. Er zeigt die durchschnittliche Nettokaltmiete für Wohnungen auf, die keinerlei Preisbindung unterliegen und in Bezug auf Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage vergleichbar sind. Berücksichtigt werden dabei auch die energetische Beschaffenheit und Ausstattung. Bei eventuellen Rechtsstreitigkeiten gilt der Spiegel als anerkanntes Beweismittel, um die Angemessenheit der geforderten Beträge festzustellen.

Vor dem Hintergrund der steigenden Einwohnerzahl von rund 203 800 am Stichtag 30. November steigt auch die Bedeutung des Mietspiegels. Denn die Kehrseite des Aufschwungs ist eine Wohnungsleerstandsquote von nur noch rund 2,1 Prozent. Dieser Wert entspricht in etwa der notwendigen Mobilitätsrate. Freie Unterkünfte gibt es auf dem Markt kaum noch. Folge sind steigende Mieten, wie sie nun der Spiegel für die überwiegende Mehrzahl der Wohnungen nachweist. Billiger geworden hingegen sind vor allem Unterkünfte, die zwischen 1991 und 2014 errichtet wurden.

Gemessen am Gesamtbestand in Rostocks Mehrfamilienhäusern wurden Daten für knapp die Hälfte der Wohnungen berücksichtigt. Eingeflossen sind die jeweiligen Mieten der vergangenen vier Jahre, beginnend vom 1. Oktober 2010 bis zum Stichtag 30. September 2014. Die Daten wurden auf Ausreißer hin untersucht und in der Basistabelle den fünf Kategorien zugeordnet, in die die Häuser nach Bauweise und Baujahr unterteilt sind.

In der Arbeitsgruppe vertreten sind die Wiro, der Mieterverein, der Rostocker Haus- und Grundeigentümerverein, der Immobilienverband Deutschland IVD Nord, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die Fides Immobilia Verwaltungs GmbH & Co. KG sowie sieben Wohnungsgenossenschaften.

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