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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Oktober 2017 | 04:16 Uhr

Lütten Klein : Wohnen an der alten Poliklinik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

WG Union plant neben dem Warnowpark einen ganzen Komplex mit rund 180 Unterkünften / Baukosten: Bis zu 40 Millionen Euro

Die längst stillgelegte Poliklinik gegenüber dem Warnowpark in Lütten Klein verfällt seit Jahren. Jetzt will die Wohnungsgenossenschaft (WG) Union auf dem Gelände einen ganzen Wohnkomplex bauen. Am Donnerstagabend stellten die beiden Vorstandsmitglieder Gunnar Przybill und Volker Fritz ihr Projekt bei der Ortsbeiratssitzung im Mehrgenerationenhaus vor. In zwei bis drei Jahren soll der Komplex stehen.

Die Nachfrage ist schon jetzt riesig – zu der Sitzung kamen zahlreiche Rostocker, die sich die Möglichkeit auf ein modernes Zuhause nicht entgehen lassen wollen. Das brachliegende Grundstück mit dem abbruchreifen DDR-Altbau hatte die Wohnungsgenossenschaft bereits 2010 erworben. Auf insgesamt 12 500 Quadratmetern sollen 160 bis 180 bezahlbare Wohnungen entstehen.

Dafür planen Przybill und Fritz fünf bis sieben Gebäude mit jeweils sechs bis sieben Geschossen. Doch vor dem Baustart musste das 30 000 Quadratmeter große Grundstück auf behördlichem Wege vom Misch- zum Wohngebiet erklärt werden. ,,Das war allerdings schwieriger, als wir uns ursprünglich vorgestellt hatten“, sagt Przybill. Mittlerweile sei die erste Phase des aufwändigen B-Plan-Verfahrens fast abgeschlossen. Zahlreiche Auflagen musste die WG seit 2010 erfüllen, das fraß Zeit. Eine besondere Herausforderung stellt beispielsweise die Tiefgarage dar, die den Mietern rund 200 Parkplätze zur Verfügung stellen soll, um Grünflächen zu erhalten. Durch besondere Maßnahmen wurde das Vorhaben ebenfalls verzögert und diese treiben die Kosten für Sonderauflagen, Schallschutz und auch Statik erheblich in die Höhe. Nach grober Schätzung wird das gesamte Bauvorhaben 35 bis 40 Millionen Euro kosten.

Zusätzlich sollen eine Verkehrsinsel auf der St.-Petersburger-Straße und ein Besucherparkplatz angelegt werden. Viele der Einwohner im Ortsbeirat wünschten sich eine barrierefreie Mehrgenerationenvariante. In diesem Sinne sollen Zwei- bis Vierraum-Wohnungen in einer Preislage von acht Euro Kaltmiete pro Quadratmeter gebaut werden – mit Dachterrasse, Wintergarten oder Balkon. Erste Anfragen von interessierten Mietern für die künftigen Wohnungen gibt es bereits.

Bis Herbst dieses Jahres wollen Przybill und Fritz die Detailplanungen abschließen. Bis dahin hoffen sie auch auf die endgültige Baugenehmigung der Stadt. „Wenn nichts mehr dazwischen kommt, können wir Ende dieses Jahres mit dem Abriss und im Sommer 2016 dann mit dem Baubeginn starten“, sagt Przybill.

 

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