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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 16:19 Uhr

Aktionstag : Wo die Bio-Kühe wohnen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Startschuss für Tag des offenen Hofes fällt heute bei Landwirt Christian Schulz in Bartenshagen

svz.de von
erstellt am 15.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Den Besuchern kann Christian Schulz heute auch seinen jüngsten Mitbewohner präsentieren – ein Kälbchen, das in der Nacht zu Freitag das Licht der Welt erblickte. In seinem familiengeführten Landwirtschaftsbetrieb in Bartenshagen haben sich für 10 Uhr außerdem Ministerpräsident Erwin Sellering und Landwirtschaftsminister Till Backhaus (beide SPD) angesagt – um dort den Tag des offenen Hofes zu eröffnen.

„Wir passen wohl gut zum aktuellen internationalen UN-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe“, sagt der 52-Jährige. Die Aufmerksamkeit, die ihm durch den prominenten Besuch zuteil wird, freut den Bartenshäger zwar. Lieber spricht er aber über seine Arbeit. 1992 hat der gelernte Elektriker, der sich daraufhin zum Landwirt und 2000 zum Landwirtschaftsmeister qualifizierte, zusammen mit seinem Vater eine GbR gegründet. Seitdem setzt der Familienbetrieb, zu dem noch sechs Angestellte gehören, auf ökologische Landwirtschaft. Neben dem Futter trage auch die Tierhaltung dazu bei, dass seine 200 Kühe Milch in Bio-Qualität liefern, die er über die Gläserne Molkerei in Dechow weitervermarktet.

Außer auf die Tierhaltung setzt Schulz auch auf Ackerbau. Sein Betrieb ist rund 300 Hektar groß und erstreckt sich in Bartenshagen beidseitig der Straße bis zur B105 zwischen Rostock und Bad Doberan.

Dort steht auch ein Schild, das neugierigen Besuchern heute den Weg zum Hof weist. Angeboten werden Stallbesichtigungen und Schaumelken, Kuhbingo und natürlich die Verköstigung von ökologischen Milchprodukten. „Wir haben auch eine Technikschau und eine Oldtimerausstellung vorbereitet. Außerdem sind die Landfrauen und die Landjugend mit ihrem Spielmobil dabei“, sagt Schulz. Fast hätte der Regen ihm dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach den Unwettern am Mittwoch stand das Wasser bis ans Haus heran, die Tiere mussten von der Weide geholt werden. Doch eine Absage kam nicht infrage. „Wir wollen mit dem Tag auch Interesse und Verständnis für die Landwirtschaft wecken“, so Schulz. Außerdem sollen Interessierte die Chance bekommen, sich in den neu gebauten Anlagen umzuschauen. „2011 haben wir ein Melkhaus und einen neuen Stall gebaut. Der ist für vier Gruppen ausgelegt, jede mit eigenem Auslauf“, sagt der Landwirt. Der alte Stall würde seitdem für die Jungtiere genutzt. Und davon gibt es fast täglich neue – so wie das jüngst geborene Kälbchen, das sich auf Besucher freut.

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