Rostock : Wiro will Parkhaus bei der Polizei bauen

 Ein Kritikpunkt ist die schlechte Ausleuchtung vieler Parkhäuser. Das löst vielfach Beklemmung aus und mindert das Sicherheitsgefühl.
Ein Kritikpunkt ist die schlechte Ausleuchtung vieler Parkhäuser. Das löst vielfach Beklemmung aus und mindert das Sicherheitsgefühl.

Unternehmen möchte Fläche an der Waldemarstraße kaufen / Land prüft die Anfrage

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14. März 2015, 12:00 Uhr

Die städtische Wohnungsgesellschaft Wiro will ein Parkhaus direkt neben dem noch nicht mal ganz fertigen Polizeizentrum in der Ulmenstraße errichten. „Wir wollen dort den Parkdruck nehmen“, sagt Prokurist Christian Jentzsch. 2250 Quadratmeter Fläche an der Waldemarstraße will die Wiro dafür dem Land abkaufen. Aktuell befindet sich darauf einer der Parkplätze der Polizei mit 89 Stellplätzen.

„Wir prüfen, ob eine Veräußerung möglich ist“, sagt Christian Hoffmann, Sprecher des Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL). Der BBL baut seit September 2012 zwischen Hansa-, Maßmann-, Waldemar- und Ulmenstraße. Unter anderem werden Polizeiinspektion, Kriminalkommissariat und Kriminalinspektion mit bis zu 450 Kollegen auf dem 14 000 Quadratmeter großen Gelände zusammenkommen. Die Gesamtkosten: 16,9 Millionen Euro, darin enthalten auch die Summe für den Parkplatz. Die Investitionen in denselben müssten bei einem Verkauf an die Wiro gedeckt sein, so Hoffmann. „Es ist auch eine Kostenfrage.“ Außerdem müsste die Polizei die 89 Stellplätze, die ihr entfallen, im Parkhaus anmieten können. „Aber wenn alle Parameter stimmen, gibt es keinen Grund, dem nicht zuzustimmen“, sagt Hoffmann auch.

Der Besucherparkplatz mit 11 Plätzen rechts neben der gefragten Fläche würde bleiben. 57 weitere Parkplätze hat die Polizei im Innenhof, fünf Behindertenparkplätze an der Ulmenstraße, sodass sich 162 ergeben. „Davon sind 62 für Dienstfahrzeuge und 100 für Mitarbeiter und Besucher eingerichtet“, sagt Hoffmann. Mehr als rechtlich gefordert, wurden nicht geschaffen, weil für den BBL das Gebot der Sparsamkeit gelte, so der Sprecher.

Die Parkplatznot im Viertel nimmt die Wiro zum Anlass für ihre Planungen und hat den Ordnungssenator Chris Müller (SPD) mit im Boot: „Wir haben lose Überlegungen, ob man an der ein oder andere Stelle nicht ein paar Möglichkeiten schaffen kann.“ Dazu gehört auch eine Fläche am Holbeinplatz. Dort will die Wiro vorübergehend einen kostenpflichtigen Parkplatz einrichten, „um zu sehen, wie viel Bedarf wirklich da ist“, so Jentzsch. Die Stadt plant eine Analyse des ruhenden Verkehrs, die Anfang 2016 vorgestellt werden soll. „Sie wird einen Maßnahmenplan möglich machen“, so Müller.

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