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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 12:05 Uhr

Rostock : Wiro ist ganz oben auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

29 Millionen Euro Bilanzgewinn 2016. 37 Millionen Euro Schuldenabbau. Rund 300 neue Wohnungen pro Jahr

von
erstellt am 17.Jun.2017 | 05:00 Uhr

Der Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH (Wiro) geht es so gut wie nie zuvor. „2016 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Wiro“, so Geschäftsführer Ralf Zimlich. Das größte Wohnungsunternehmen des Landes machte einen Bilanzgewinn von 28,66 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr rund 7 Millionen Euro mehr.

Für neue Wohnungen seien rund 16 Millionen Euro investiert worden, sagte Zimlich, 39 Millionen Euro für bestehende Mietwohnungen. „Unser Ziel ist es, den Wert der Immobilien durch gute Bewirtschaftung, besten Service und kluge Investitionen langfristig zu erhalten und zu steigern.“

Nach der Wende hatte das Unternehmen 1,2 Milliarden Euro in die Bestände gesteckt und so Schulden gemacht. In diesem Jahr konnten weitere 36,7 Millionen Euro abgebaut werden. Es bleiben „rund 850/ 900 Millionen, die wir als Kredite haben“, sagt Zimlich. Der Wert soll demnächst noch anwachsen. „Für das Werftdreieck müssen wir neue Schulden aufnehmen“, so der Geschäftsführer. Dort baut der kommunale Vermieter 750 Wohnungen. „Die 200 Millionen dafür haben wir nicht im Keller.“

An den Gesellschafter der Wiro, die Hansestadt Rostock, fließen dieses Jahr 14 Millionen Euro. Die Summe werde jährlich neu vereinbart, sei nicht direkt an den Gewinn gekoppelt. In den letzten fünf Jahren waren es 72 Millionen Euro. Ihre Eigenkapitalquote konnte die Wiro 2016 um 0,8 Prozent auf 24 Prozent erhöhen. „Das ist ein ordentliches Ergebnis“, sagte Zimlich. Er sieht aber Luft nach oben.

Die Nettokaltmieten hätte das Unternehmen im letzen Jahr „behutsam“ erhöht – von durchschnittlich 5,75 auf 5,84 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einer Steigerung von 1,5 Prozent. „Wir finden das insofern sozialverträglich, als dass wir wissen, dass es Gehalts- und Rentensteigerungen in diesem Land gibt“, so der Wiro-Chef. Die Preissteigerung liege noch deutlich unter der positiven Einkommensentwicklung.

Verträglich im Mietanstieg zu bleiben, werde auch die Politik für die nächsten Jahre sein. Der Wohnungsmarkt in Rostock funktioniere generell, schätzt die Wiro ein. Es gebe 10,5 bis 11 Prozent Fluktuationsrate, die liege bei schlechten Märkten um 6 Prozent. 2016 wurden 3500 Wiro-Wohnungen neu vermietet. 35 200 Wohnungen hat das Unternehmen insgesamt im Bestand. Pro Jahr sollen 250 bis 300 neue entstehen, so Zimlich, der den Plan des Oberbürgermeisters von jährlich 1000 Wohnungen als realistisch einschätzt. „Das Verdichtungspotenzial in dieser Stadt ist so extrem hoch“, sagt Zimlich. Kritiker wie im Werftdreieck werde es immer geben. Die Politik reagiere hervorragend. Die Wiro erweitere auch bestehende Immobilien und baue sie aus. Fördermittel würden beispielsweise genutzt, um Personenaufzüge nachzurüsten oder Erdwärme einzusetzen – das Feld des technischen Geschäftsführers Christian Urban. In der Albin-Köbis-Straße 10 in Markgrafenheide wird so zum Beispiel eine Etage aufgestockt –„wir sanieren und erweitern von 11 auf 23 Wohnungen“, sagt Urban. Andere Sanierungen – gerade der Haustechnik – seien problemfrei im Bestand möglich. Nur in Einzelfällen wie der Rostocker Straße in Warnemünde müssten Mieter das Haus verlassen.

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