zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 00:28 Uhr

Wiro investiert 24 Millionen Euro

vom

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2012 | 10:28 Uhr

Rostock | Die Wiro investiert in diesem Jahr 24 Millionen Euro in die Modernisierung und Instandhaltung ihrer Wohnungen. Trotzdem sollen am Ende 9,25 Millionen Euro Gewinn übrig bleiben. Das erste Großprojekt hat das kommunale Unternehmen dabei schon abgeschlossen: In der Willi-Bredel-Straße in Evershagen wurden 20 Einheiten komplett umgebaut. "Wir haben Aufzüge installiert, Grundrisse verändert und Bäder vergrößert", sagt Gabriele Schmidt, Leiterin des Wiro-Kundencenters Evershagen.

Neben den Wohnungen selbst will das Unternehmen auch etliche Hausfassaden sanieren. Sie werden versiegelt. "Dadurch schützen wir Kellerwände gegen künftig aufsteigendes Wasser", sagt Geschäftsführer Ralf Zimlich. Vor allem die starken Niederschläge im vergangenen Sommer hätten Schwachstellen aufgezeigt, die nun beseitigt werden sollen. Außerdem werden sechs Hochhäuser mit einer neuen Klingel- und Videoanlage ausgestattet. Davon sollen die Mieter in rund 2000 Wohnungen profitieren, unter anderem in der August-Bebel-Straße, am Vögenteichplatz, in der Warnowallee und in der Bertolt-Brecht-Straße. Sie können in Zukunft auf einem kleinen Bildschirm neben ihrer Tür sehen, wer sie besuchen möchte. Damit baut die Wiro dieses System weiter aus. Im Juli vergangenen Jahres hatte sie sich darüber hinaus dazu verpflichtet, die bereits existierenden Videosysteme datenschutzgerecht umzurüsten. Denn mit der alten Anlage konnte jeder Bewohner rund um die Uhr den Hauseingang auf seinem Fernseher überwachen und die Bildübertragung sogar aufzeichnen. Allein für diese Umgestaltung hat die Wiro früheren Angaben zufolge insgesamt vier Millionen Euro eingeplant.

Das aktuelle Paket deckt darüber hinaus einen Umbau in der Langen Straße 9 ab. Aus zwei ehemaligen Gaststätten werden hier sechs neue Wohnungen geschaffen. Ähnliche Vorhaben gibt es in der Nördlichen Altstadt. "Gewerbeeinheiten werden weniger nachgefragt als Wohnraum, da ist ein Umbau oft die beste Lösung", sagt Zimlich.

Die beste Lösung strebt das Unternehmen auch in Bezug auf die Energiebilanz an. Deswegen fließt ein Teil des veranschlagten Geldes auch in Heizungsoptimierung, Dämmung und Solaranlagen. So werden in den kommenden Monaten 30 Dächer in Reutershagen, der Innenstadt und in Warnemünde gedämmt. Im Nordosten installiert die Wiro zehn neue Fotovoltaikanlagen. Damit wird sich deren Zahl auf 40 erhöhen. Ziel ist es, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu verringern und so zu einem besseren Klima beizutragen.

Dabei soll unter anderem auch der Austausch der Heizungsanlage in der Warnowallee 6 bis 10 helfen. "Wir wechseln die Elektrobegleitheizung gegen ein modernes Zirkulationssystem", sagt Zimlich. Der Vorteil: Das Wasser wird schneller warm als bisher, in der Folge sinken auch die Energiekosten. So profitieren neben dem Klima auch die Geldbeutel der Mieter. "Besser können wir unser Geld nicht anlegen", so Zimlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen