Wiro investiert 24 Millionen Euro

<strong>Wiro-Geschäftsführer Ralf Zimlich:</strong> Der Leerstand bei Rostocks größtem Vermieter beträgt nur 1,7 Prozent.<foto>NNN</foto>
Wiro-Geschäftsführer Ralf Zimlich: Der Leerstand bei Rostocks größtem Vermieter beträgt nur 1,7 Prozent.NNN

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26. März 2013, 10:38 Uhr

Rostock | Die Wiro will in diesem Jahr aus ehemaligen Gewerberäumen neue Wohnungen machen. Auch Fenster und Fassaden, die in die Jahre gekommen sind, sollen erneuert werden. Insgesamt legt die kommunale Wohnungsgesellschaft für 2013 ein Investitionsprogramm von rund 24 Millionen Euro auf. Die Summe fließt in Modernisierung und Instandhaltung des kommunalen Wohnungsbestandes. Allein für umwelt- und ressourcenschonende Technologien steht eine Million Euro bereit.

Geschäftsführer Ralf Zimlich sagt: "Maßnahmen wie diese steigern die Attraktivität unseres Wohnungsangebotes und erhöhen gleichzeitig den Unternehmenswert." Jeder investierte Euro sei auch eine gute Investition in die Zukunft - und in die Zufriedenheit der Mieter. Dies sei, so der Vorsitzende der Wiro-Geschäftsführung, nur möglich, weil das Unternehmen wirtschaftlich gut dastehe. Der Leerstand bei Rostocks größtem Vermieter beträgt eigenen Angaben zufolge 1,7 Prozent.

Zur Verbesserung des Bestandes sind drei Aufzüge in Evershagen, neue Fassaden in der Helsinkier und der Langen Straße sowie am Thomas-Müntzer-Platz geplant. Außerdem sollen Holzfenster einen frischen Anstrich erhalten. Mehr als eine Million Euro sind insgesamt dafür vorgesehen. Kleinstreparaturen wie Armaturen, Steckdosen, Durchlauferhitzer und Thermostate kosten 9,4 Millionen Euro.

Um mehr Angebote zu schaffen, baut die Wohnungsgesellschaft Gewerberäume in der Innenstadt und im Nordwesten zu zwölf Appartements um. Umgebaut wird ebenfalls das Haus mit 54 Wohnungen in der Joliot-Curie-Allee 23 bis 26 in Toitenwinkel, allerdings erst im kommenden Jahr.

Wie viel soll in den Stadt-Haushalt fließen?

Zudem hat die energetische Sanierung einen großen Anteil an den Gesamtinvestitionen in den Wohnungsbestand. Durch Heizungsoptimierung, Fassadendämmung und neue Fenster sind in den vergangenen Jahren die Heizkosten für die Mieter im Schnitt um 40 Prozent gesunken - und der CO&lt;tiefstellen&gt;2&lt;/tiefstellen&gt;-Ausstoß sank ebenfalls. Strom produziert das Wohnungsunternehmen mit 40 Fotovoltaik-Anlagen, vier weitere sind 2013 geplant. Insgesamt steht eine Million Euro für erneuerbare Energien bereit, darunter eine Wärmepumpe und Kleinwindkraftanlagen auf Wiro-Dächern.

Neben den Investitionen muss das Unternehmen voraussichtlich auch eine hohe Summe an den städtischen Haushalt abführen. Wie hoch die genau sein wird, ist aber noch unklar - denn der Haushalt der Stadt wird gerade neu erarbeitet. Unter anderem wegen einer Deckelung der Wiro-Millionen, die die Bürgerschaft beschlossen hatte, legte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) Widerspruch gegen den Etat ein. Die Bürgerschaft wollte eine Gewinnabführung von 13 Millionen Euro festlegen, für das nächste Jahr eine Million Euro mehr. Die Verwaltung hatte zuvor eine Ausschüttung von mehr als 20 Millionen kalkuliert.

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