Rostock : Wiro baut Marina für Segler aus

In der nächsten Woche sollen die Sanierungsarbeiten an der Steganlage am Warnowufer beginnen.
In der nächsten Woche sollen die Sanierungsarbeiten an der Steganlage am Warnowufer beginnen.

Die marode Anlage im Stadthafen wird für 400 000 Euro saniert und bekommt einen eigenen Wellenbrecher. Zudem entstehen 30 neue Liegeplätze.

svz.de von
03. Februar 2018, 05:00 Uhr

Seit die „Georg Büchner“ nicht mehr im Stadthafen liegt, fehlt der Marina auf Höhe der Wasserschutzpolizei ein Wellenbrecher, der die Holzsteganlage schützt. Sie wurde teilweise so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass einige der 71 Liegeplätze nicht mehr vermietet werden konnten.

Jetzt will die Wiro die Anlage sanieren und gleichzeitig erweitern. 400 000 Euro wird das Wohnungsunternehmen laut Sprecher Carsten Klehn in die Maßnahme investieren. Die Arbeiten sollen nächste Woche beginnen und bis zum Saisonstart im April abgeschlossen sein.

Um die Steganlage künftige wieder besser vor den Wellen zu schützen, wird ein Unternehmen aus Ribnitz-Damgarten von Pontons aus 13 Pfähle in den Hafengrund rammen, erklärt Klehn. Daran werden Schwimmstege vertäut, die einen Wellenbrecher bilden. Auf dessen Innenseite und an einem neuen Auslegerfinger sowie durch eine optimierte Anordnung bestehender Liegeplätze sollen so zirka 30 neue Liegeplätze entstehen – die genaue Anzahl hänge von den Bootslängen ab. Die neuen Schwimmstege würden derzeit in einem Betonwerk in Schweden gefertigt, von wo aus sie Ende Februar nach Rostock verschifft werden.

Bis zu 17 Liegeplätze konnten wegen des Zustands der Anlage derzeit nicht ganzjährig und damit nicht an Dauerlieger vermietet werden. „Der Bau des Wellenbrechers ist nötig, um die Anlage wieder komplett nutzen zu können und Schäden an den bestehenden Schwimmstegen zu verhindern“, sagt Klehn. Seit mehr als zehn Jahren betreibt die Wiro die Anlage für Boote von einer Wassertiefe bis vier Meter über Normalnull. „Also alles vom kleinen Angelkahn bis zu großen Rennyachten, die einst beim Volvo Ocean Race starteten“, sagt der Unternehmenssprecher. Die Nachfrage für die Anlegestellen in zentraler Hafenlage sei groß: „Die Liegeplätze für Dauerlieger sind voll belegt. Es gibt viele Interessenten.“

Befürchtungen, dass die geplante Ausbaggerung im Stadthafen den Steg in Mitleidenschaft ziehen könnte, hat das Wohnungsunternehmen nicht: „Die Schwimmsteganlage liegt außerhalb des Fahrwassers. Außerdem sollen die Arbeiten vorher abgeschlossen sein“, sagt Klehn.

Im Überblick

Die Anlage

  • Seit mehr als zehn Jahren betreibt die Wiro die Anlage in zentraler Lage am Stadthafen.
  • Sie ist für Boote von einer Wassertiefe bis vier Meter über Normalnull geeignet.
  • Nach dem Umbau soll sich die Kapazität von bisher 71 auf gut 100 erhöhen – abhängig von der Länge der Boote.

Die Kosten

  • Für Gastlieger pro Tag 2018: bis 6 Meter 8 Euro, bis 8 Meter 10 Euro, bis 10 Meter 12 Euro, bis 12 Meter 15 Euro, bis 15 Meter 20 Euro
  • Für Dauerlieger 2018 pro Saison: bis 6 Meter 540 Euro, bis 8 Meter 750 Euro, bis 10 Meter 990 Euro, bis 12 Meter 1190 Euro, bis 15 Meter 1390 Euro

Kommentar von Katrin Zimmer: Den Hafen stärken

Jede Investition in den Stadthafen ist eine gute, um ihn attraktiver und erlebbarer zu machen. So gern ich ihn seit meiner Kindheit auch habe, wirklich viel zu erleben gibt es drunten an der Kaikante immer noch nicht. Dabei haben wir seit Jahren große Pläne für die sogenannte maritime Meile mit Tradi, Landesmuseum und, und, und … Passiert ist allerdings noch nicht viel. Das wird sich mit dem Ankauf des alten Ausrüstungskais und nach der Ausbaggerung hoffentlich ändern.


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