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Rostock : Wird die Heinkel-Mauer Teil einer Schallschutzwand?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Widerstand gegen einen Abriss der denkmalgeschützten Heinkel-Mauer wächst. Jetzt macht sich die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft für den Erhalt zumindest eines Teils des historischen Fabrikwand der Rostocker Flugzeugwerke stark. Ihr Vorschlag: Die Heinkel-Mauer könnte Teil einer Schallschutz-Wand für das neu geplante Wohngebiet werden – und so der Abrissbirne entgehen. „Der erhaltungsfähige Teil der Heinkel-Mauer sollte sich in den Investitionsvorhaben der Wiro größtmöglich wiederfinden“, sagt Daniel Peters, der für die Christdemokraten in der Bürgerschaft sitzt und den Stadtbezirksverband Mitte seiner Partei leitet. In den vergangenen Tagen hatte die Verwaltung bekanntgegeben, dass dem Antrag auf Abriss der Heinkel-Mauer stattgegeben werden soll. Die kommunale Wohnungsgesellschaft Wiro habe als Eigentümer jedoch versichert, dass sie weder das Gutachten über den baulichen Zustand noch den Abrissantrag in Auftrag gegeben habe, so Peters. Beides sei bereits auf Initiative des Vorbesitzers geschehen.

Die Wiro hatte das Werftdreieck gekauft und will es unter anderem mit Wohnungen bebauen. CDU-Mann Peters meint: „Ich kann mir vorstellen, dass man Teile der Mauer an der vielbefahrenen Hauptverkehrsader der Stadt gut als Sicht- und Schallschutz in die neu Bebauung einbinden kann.“ Rostock sei schlecht beraten, das Denkmal einfach verschwinden zu lassen. Die Mauer zähle zu den letzten baulichen Zeugnissen ihrer Epoche, sei auch en Mahnmal für den Einsatz von Zwangsarbeitern in den Heinkel-Flugzeugwerken im Zweiten Weltkrieg.

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