Bauprojekt in Gehlsdorf : Zoll steht kurz vorm Einzug

Der Neubau verbessert die Arbeitsbedingungen, erklären Holger Richter (l.) und Robert Klaus.
Der Neubau verbessert die Arbeitsbedingungen, erklären Holger Richter (l.) und Robert Klaus.

Betrieb für Bau und Liegenschaften MV stellt Neubau für 38 Mitarbeiter fertig und hält strenge Vorgaben ein. #wirkoennenrichtig

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28. Dezember 2016, 08:00 Uhr

Das Gebäude ist bereits fertig, jetzt fehlen nur noch die Innenausstattung und die 38 Mitarbeiter des Hauptzollamts Stralsund. Sie sollen im Januar in den Neubau der Zoll-Außenstelle in Gehlsdorf einziehen können, erklären Robert Klaus und Holger Richter vom Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) MV. Der BBL hat das rund 2,5 Millionen Euro teure Projekt im Auftrag des Bundes organisiert, der Baustart erfolgte im März.

Das zweistöckige Haus verfügt dabei über einige Extras. Denn gebaut wurde nachhaltig, nach den so genannten BNB Silber-Kriterien. „Hier kann keiner kommen und sich über Kopfschmerzen beschweren“, sagt Richter. Es seien extra schadstoffarme beziehungsweise -freie Materialien verwendet worden, deren Ausdünstungen das Landesamt für Gesundheit und Soziales während der gesamten Bauphase überwacht habe. „Die Sensibilität hat da stark zugenommen“, so Klaus.

Das gelte beispielsweise auch für Raumklima und -hygiene sowie den akustischen Komfort. So schluckt im Seminarraum eine gelöcherte Akustikdecke den Nachhall und in den Büros darf er nicht mehr als eine Sekunde andauern. Außerdem ist das gesamte Haus barrierefrei zugänglich und bewusst gesetzte Farbunterschiede an Türen und Wänden helfen sehbehinderten Menschen, sich zurechtzufinden. Bisher sind die Mitarbeiter in zwei benachbarten alten Baracken untergebracht. Doch in deren oberen Etagen können sie aus Gründen des Brandschutzes nicht bleiben. Auch deswegen sei das gesamte Projekt verhältnismäßig schnell durchgezogen worden, erklärt Klaus. „Die eigentliche Entwicklung der Liegenschaft fängt jetzt erst an“, sagt er. Dazu habe der BBL bereits Varianten in den Schubladen.

Ein konkreter Auftrag fehlt aber noch, bestätigt Angela Niemann von der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Sie sagt: „Erst muss das Zollamt seinen Bedarf anmelden.“ Auf dem Gehlsdorfer Gelände sind neben dem Haupt- auch das Generalzollamt sowie deren Bildungs- und Wissenschaftszentrum angesiedelt.

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