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Interview mit dem Bürgermeister : Ziel ist es, wieder ein Ostseebad zu werden

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

NNN-Gemeindeserie: Bürgermeister Horst Hagemeister im Gespräch

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Die Gemeinde mit ihrer Lage an der Ostsee ist sicherlich ein beliebter Wohnort?

Ja, obwohl es heute durchaus mehr Einwohner sein könnten. Denn seit Anfang der 90er-Jahre sind zwar viele Häuser entstanden, vorrangig aber Ferienwohnungen. Allerdings sind die auch wichtig, denn die Urlauber kommen gern hierher.
Ist Tourismus auch das, was die Gemeinde prägt?
Ja, obwohl es rundherum auch viel Landwirtschaft gibt. Dennoch ist Tourismus das, wofür die Gemeinde steht. Wir waren schon immer Urlaubsort, hatten zu DDR-Zeiten auch den Status eines Ostseebades mit Kino oder bewachtem Strand. Alles, was wir heute wieder neu machen müssen.
Ist es denn geplant, diesen Status wiederzuerlangen?
Wir wollen die Voraussetzungen dafür erfüllen. Wenn das Hotel-Projekt Upstalsboom Waterkant Suites fertig ist, soll ein bewachter Strand kommen. Denn dass wir kein Ostseebad sind, ist ein echtes Manko. So können wir keine Kurtaxe erheben. Jetzt sammeln und entsorgen wir im Sommer jede Woche etwa fünf Tonnen Müll vom Strand. Kosten, die die Gemeinde alleine tragen muss.
Rückblickend betrachtet, was sind besondere Herausforderungen gewesen?
Vor Jahren haben wir darum gekämpft, dass die Schule erhalten bleibt. Und das ist uns geglückt. Heute werden rund 400 Schüler an der Amtsschule unterrichtet. Auch der Hortanbau war wichtig, obwohl er jetzt schon wieder zu klein ist. Für dieses Problem müssen wir Lösungen finden. Aber wir haben auch einiges gemeistert. Zum Beispiel haben wir den Treff der Generationen übernommen.
Und was sind heute Ziele?
Wir wollen, dass die Gemeinde eigenständig wirtschaften kann sowie die Firmen und das Gewerbe und die damit verbundenen Arbeitsplätze behalten und neue schaffen.
Apropos, das Hochhaus-Projekt, mit dem auch neue Arbeitsplätze entstehen sollen, hat für mächtig Wirbel und Unmut gesorgt.
Ja, aber die Gemeindevertretung hat sich mit sieben zu vier Stimmen für die Planungen ausgesprochen.
Ein Punkt, der vielen dabei Sorgen bereitete, ist die Verkehrssituation. Wie sieht es damit aus?
Das ist ein Punkt, den wir auch vorher schon auf der Agenda hatten. Die Kreuzung Doberaner und Börgerender Straße muss entlastet werden.
Und was steht noch an?
Die Buswendeschleife soll 2018 neben die Turnhalle verlegt werden, um so für mehr Sicherheit für die Schüler zu sorgen. Außerdem soll auf dem Areal hinter der Tourist-Info ein Freizeit-Sport-Gemeindezentrum entstehen mit Skater-, Bowling- und Boccia-Bahn – für Urlauber und vor allem auch Einwohner. Ein weiterer Punkt ist der Radweg Richtung Rethwisch, wo der Lückenschluss ab Steinbeck erfolgen soll. Ansonsten brauchen wir eine zusätzliche Strandtoilette und auch das Thema Altersgerechtes Wohnen haben wir im Hinterkopf.

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