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Rostock : Werden Rohrbrüche zum Regelfall?

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sanierung am Dierkower Damm dauert bis nächste Woche. Schäden haben seit 1993 stark abgenommen. Vielschichtige Ursachen für Störungen. #wirkoennenrichtig

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erstellt am 05.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Bis voraussichtlich nächste Woche repariert Eurawasser den Rohrschaden an der Hauptleitung am Dierkower Damm, Ecke Hinrichsdorfer Straße und tauscht 25 Meter Rohr unter der Straße aus.

Ab 21. und dann noch mal ab 31. Dezember hatten Hunderte Anwohner aus Dierkow, Toitenwinkel und Gehlsdorf mit den Auswirkungen eines Rohrschadens an der Hauptwasserleitung zu kämpfen. Es kam zu Druckschwankungen, andere waren ohne Wasser, manche Anwohner 30 Stunden lang, etwa aus dem Dierkower Damm. Nach dem wiederholten Vorfall bleibt die Sorge: Wird der Rohrbruch zum Regelfall? Nein, beruhigt Eurawassersprecherin Gabi Kniffka. „Rohrschäden sind tendenziell im Versorgungsgebiet rückläufig. Durch stetige Sanierungsmaßnahmen und Investitionen liegt die Rohrbruchhäufigkeit bei der Eurawasser nach Einstufung des Fachverbandes DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) auf einem niedrigen Niveau“, sagt sie. 1993 gab es noch 455 Rohrschäden in Rostock und den angrenzenden 29 Umlandgemeinden, 2015 waren es 115. Die Gründe seien vielschichtig, nicht immer sei es das Alter der Rohre.

Eine Ursache kann erhöhtes Verkehrsaufkommen sein. „Auflast, Druckstöße und Erschütterungen führen häufig zu statischen und dynamischen Belastungen der Rohrleitung“, so Kniffka. Weitere Ursachen: Temperaturdifferenzen zwischen den trinkwasserführenden Leitungen und der Erde, wodurch Materialspannungen möglich sind und gerade im Winter Rohrbrüche zur Folge haben. Auch Erdbewegungen durch anhaltende Trockenheit, Tiefbauarbeiten beanspruchen Wasserleitungen.

In Dierkow wird die Schadstelle in der Hinrichsdorfer Straße repariert. Zuletzt war der Dierkower Damm 2012 auf dem Abschnitt Schenkendorfweg bis Claudiusweg auf 446 Metern und 2016 von dort bis Hafenallee auf 330 Metern saniert worden. Ab Herbst werden zwischen An der Zingelwiese und Kreuzung Bei der Knochenmühle zwei Trinkwasserleitungen inklusive Hausanschlüsse auf 460 Metern saniert – für 750 000 Euro.


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