zur Navigation springen

#wirkoennenrichtig heimat : Weinamt sorgte für edle Tropfen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Geschichte in Zahlen: Jakob Baleke feierte Wahlerfolg

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 15:00 Uhr

629: Auf Seite 629 im Werk „Die gelehrten Theologen Deutschlands im achtzehnten und neunzehnten ...“ von Heinrich Doering (1831) erhielt der Rostocker Rechtsgelehrte und Bürgermeister Jakob Heinrich Baleke seine Würdigung. Er wurde am 5. August 1731 in Parchim als Sohn des damaligen Hofrats und Bürgermeisters Friedrich Baleke geboren. Nach dem Besuch der Gymnasien in Parchim und Schwerin studierte er an den Universitäten Rostock (1749) und Göttingen (1751) Rechtswissenschaften. Nach dem Studium erwarb er den juristischen Doktor und wurde 1752 in Güstrow Kanzleiadvokat und Generalprokuratur und im November desselben Jahres rätlicher ordentlicher Professor des Kodex auf der Universität Rostock. Das Rektorat verwaltete er mehrere Male.

1764 wählte ihn der Rostocker Rat zum Bürgermeister und 1766 zum ersten Syndikus zu Rostock. Der Fall Baleke zeigt, dass die Bürgermeister nicht selbst unbedingt aus den Reihen des Rats kommen mussten. Allerdings half vermutlich verwandtschaftlicher Einfluss nach, denn er übernahm das Erbe seines Schwiegervaters Christian Anton Mantzel. Jedenfalls gestaltete sich auch seine Wahl zu einem Festtag für Rostock. Das Weinamt sorgte bei Bürgermeister- und Ratswahlen und anderen öffentlichen Feiern für die Beköstigung und Ausstattung der Feiern.

Prof. Baleke gab mindestens 21 Schriften auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften heraus. Von seinen Schriften und Werken ist vor allem die Abhandlung über das mecklenburgische Erbjungfernrecht bemerkenswert und fand in den Erbschaftsangelegenheiten des mecklenburgischen Adels vielfach Anwendung. Des Weiteren gelang es ihm 1757 erstmals das Rostocker Stadtrecht schriftlich zu fixieren durch eine Überarbeitung des revidierten Lübecker Stadtrechts 1586.

Für seine Geburtsstadt Parchim stiftete er ein Legat in Höhe von 4000 Reichstalern zu einer „Freischule“. Jakob Heinrich Baleke starb am 17. September 1778 im 47. Lebensjahr in Rostock.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen