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Initiative : Warnemünder unterstützen Brunnen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bewohner hoffen auf ein neues Kunstwerk auf dem Kirchenplatz. Reeder Möller und andere Unternehmer sagen finanzielle Unterstützung zu #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 28.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Einige Warnemünder Unternehmer haben jetzt ihre Bereitschaft signalisiert, für den gewünschten Brunnen am Kirchenplatz selbst in die Taschen zu greifen. Denn in der Stadtkasse gibt es dafür kein Geld. Einer der Spendenwilligen ist Reeder Rainer Möller. „Auf den Kirchenplatz gehört ein Brunnen, das gibt es in jeder Stadt“, sagt er. Während er darüber spricht, kommen ihm konkrete Ideen zum Aussehen. „Es sollten Fischer darauf sein mit Netzen und Fischfrauen mit Trachten“, fantasiert er. Am liebsten wäre es ihm, wenn die Fischer die Gesichter seines Vaters Paul Friedrich Möller und seines Großvaters Heinrich Möller hätten. Dann würde er noch mehr geben. Ebenfalls mit vierstelligen Summen würden Unternehmer Manfred Gnoyke und Gastronom Guido Eicher das Vorhaben fördern.

Bausenator Holger Matthäus (Grüne) begrüßt die Initiative. „Die Stadt hat keine Möglichkeiten zur Finanzierung“, weiß er. Zum Glück wurde die Wassertechnik beim Bau des Kirchenplatzes bereits installiert. „Wenn für einen Brunnen gesammelt wird, würde ich mich mit 500 Euro beteiligen“, sagt Matthäus, der Warnemünder ist. Seine Recherche bei einem Brunnenbauer zu geschätzten Kosten erbrachte, dass für einen drei Meter mal drei Meter Brunnen mit Bau- und Materialkosten um die 100 000 Euro anfallen. „Dazu kommt der Lohn für einen Künstler“, sagt er. An Unterhaltungskosten müsste jährlich mit 3000 Euro gerechnet werden. Das Geld hat die Stadt ebenfalls nicht, es müssten Sponsoren gefunden werden. Auch Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU) ist erfreut, als er in seinem Urlaub davon erfährt. „Mein und das Ziel des Ortsbeirates ist es, dass wir den Kirchenplatz weiter aufwerten und zu dem machen, was er sein soll: ein lebendiger, schöner Ortsmittelpunkt vor unserer wunderschönen Kirche“, erklärt er. Prechtel denkt eher an eine normale Ausführung, wie es Brunnen an vielen Orten gibt. Wo Kinder im Sommer planschen, Touristen Glückscents einwerfen, Paare sich treffen und müde Spaziergänger verweilen können. Bis der Brunnen steht, muss viel Geld gesammelt werden. Es fehlt noch ein Konto und ein Verein, der das mit trägt, um Sponsoren Spendenbescheide ausstellen zu können.

Wer Warnemünder kennt, weiß, dass sie bei Engagements für Projekte rührig sind. Und viele kleine Summen können zu einer großen anwachsen.

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