Kirche : Vor dem Weggang viel geschafft

In sechs Jahren an der Spitze der Heiligen-Geist-Gemeinde hat Marcus Antonioli viel umsetzen können. Was dringend ansteht, ist die Turmsanierung. Für Spender gibt es als Dank einen Ziegel.
In sechs Jahren an der Spitze der Heiligen-Geist-Gemeinde hat Marcus Antonioli viel umsetzen können. Was dringend ansteht, ist die Turmsanierung. Für Spender gibt es als Dank einen Ziegel.

Scheidender Pastor Marcus Antonioli zieht Bilanz. #wirkoennenrichtig

svz.de von
19. September 2017, 08:00 Uhr

Bis die Umzugskisten fertig gepackt sind und er sein neues Amt antritt, hat Marcus Antonioli noch viel zu tun. Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Beerdigungen – alle Facetten im Leben seiner Gemeindemitglieder halten den scheidenden Pastor der Evangelischen Heiligen-Geist-Gemeinde auf Trab. Seine Verabschiedung in Rostock ist für den 15. Oktober geplant. Ab 1. November ist er dann als neuer Probst mit Sitz in Wismar in leitender Funktion für den Kirchenkreis verantwortlich. „Meinen ersten Einsatz habe ich aber schon am Reformationstag im Schweriner Dom“, sagt der 46-Jährige.

Für die Nachfolge an der Spitze der Heiligen-Geist-Gemeinde hat sich Martin Krämer aus Crivitz beworben und bereits mit einem Gottesdienst vorgestellt. Der Kirchengemeinderat entscheidet heute, ob Krämer die Nachfolge übernimmt. „Die Vertretungspläne habe ich schon fertig“, so Antonioli. Denn egal, wie die Wahl heute ausgeht – jeder Pastor hätte in seiner aktuellen Gemeinde eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Dass es nur einen Kandidaten für die Stelle in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt gab, sei laut Antonioli ein Zeichen für den Nachwuchsmangel, dem sich auch die Kirchen künftig gegenübersehen. Dem zu begegnen, würde ebenfalls zu seinen neuen Aufgaben gehören. „Aber ich bin mir sicher, dass ich auch im neuen Amt nicht verlernen werde, Gottesdienste zu halten“, sagt er schmunzelnd. Schließlich hätte er einen Predigtauftrag für die Nikolaikirche Wismar.

Nach sechs Jahren an der Spitze der jüngsten Gemeinde Rostocks zieht der designierte Probst eine positive Bilanz: „Ich bin froh, dass zum Beispiel die Stelle des Jugendkantors gut aufgestellt und im Stellenplan finanziert ist.“ Auch moderne Elemente für den Gottesdienst wie Beamer und Leinwand wären mittlerweile vorhanden. Außerdem sei die Fassadensanierung des Gotteshauses fertig. Dringendste Maßnahme ist nun die Turmsanierung, für die ein Eigenanteil von 50 000 aufgebracht werden muss. „Den wollen wir zur Hälfte mit Spenden finanzieren und sind gut im Plan. 19 000 Euro haben wir schon“, erklärt Antonioli. Seinem Nachfolger muss er auch die Reinigung der Walcker-Orgel hinterlassen. „Die war geplant, musste aber verschoben werden, weil Landesfördermittel nicht gekommen sind.“ Insgesamt waren 26 000 Euro für die Maßnahme geplant, jeweils zu einem Drittel finanziert von Gemeinde, Kirchenkreis und Land.

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