zur Navigation springen

Rostock : Volkstheater spielt wieder in der Halle 207

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neue Leitung des Volkstheaters in Rostock knüpft ab Juni an alte Erfolge an.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Vom 10. Juni bis Ende Juli will das Volkstheater die Halle 207 bespielen – erstmals wieder seit fünf Jahren. Damit setzen Geschäftsführer Joachim Kümmritz und Stellvertreter Ralph Reichel auf ein altes Erfolgskonzept mit der Halle, an das auch Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) erinnert: „Ich sehe das als eine ganz große Chance, auch anknüpfend an ,West Side Story’ und an ,Broadway’, was wir 2010/2011 in der Halle 207 hatten.“

Die Bespielung der alten Werfthalle in Besitz vom Verein Tradition Ostseeschifffahrt ist auf fünf Jahre angelegt. Die Dauer war Reichel und Kümmritz wichtig, um dem Publikum Zuverlässigkeit zu geben und damit sich die Investition lohne. „Wir werden viel mitbringen und bestimmte Technik wieder mit rausnehmen“, sagt Reichel. Kabeltunnel würden zum Beispiel fest verlegt. Tische, Stühle, Sanitär, Zwischenlager, Ton – dergleichen sei zu bedenken.

Momentan erstellt die Theaterleitung ein Konzept. „Wir sind dabei durchzurechnen“, sagt Reichel – was mitgebracht, was gekauft, was gemietet wird. Ein Thema sind auch die Parkplätze. Zu denen würden sie sich mit den Nachbarn, Unternehmen vor Ort, besprechen. Beim Land ist die Bespielung beantragt, eine Erlaubnis für den so genannten förderunschädlichen vorfristigen Maßnahmebeginn. Zielgruppe der neuen Bespielung sind sowohl Rostocker als auch Touristen. „Traditionell ist es so, dass die Leute ungern im Sommer in geschlossene Häuser gehen, man geht dann gern in besondere Orte“, sagt Reichel. Was biete sich mehr an als eine Werfthalle so nah am Wasser?

Intendant Steffen Piontek (2002 bis 2008) hatte ein Sommerspektakel des Volkstheaters auf der Haedge-Halbinsel veranstaltet, sein Nachfolger Peter Leonard (2008 bis 2014) entschied sich für die wetterunabhängige Variante in der Werfthalle, Sewan Latchinian (2014 bis 2016) nahm von beidem Abstand. Mit Kümmritz ließe sich „mit dem Ensemble, mit leidenschaftlichen Schauspielern, Musikern, Sängern und Tänzern Theaterlust wecken“, sagt der Oberbürgermeister, „aber das schaffen wir nicht in der Doberaner Straße – zumindest nicht in der Breite“. In diesem Jahr sollen unter Kümmritz und Reichel drei Produktionen in der Halle gezeigt werden: ein Musiktheaterstück, ein Tanztheaterabend, ein Familienstück mit Schauspiel „und dazu Konzerte der Philharmonie“, sagt Reichel. So werde das letzte Philharmonische Konzert der Spielzeit in der Halle 207 stattfinden – und das erste der neuen Spielzeit nach der Pause im September auch noch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen