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Exklusive Konzerte : Villa lockt Künstler nach Papendorf

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Seit fünf Jahren sorgt Olav Killinger dafür, dass der Jugendstilbau als Veranstaltungsort für besondere Konzerte bekannt ist #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Noch einmal werden sich Olav Killinger und sein Team heute so richtig in Schale werfen. Der Grund: Seit fünf Jahren ist die Villa Papendorf Schauplatz ganz besonderer Konzerte. Und das hat sich nicht nur beim Publikum herumgesprochen, sondern auch bei den Künstlern, die hier regelmäßig auftreten. „Natürlich freut es mich, dass die Villa sich einen Namen gemacht hat“, sagt der Besitzer der Villa Papendorf stolz. Erreicht hat der 48-Jährige das in den vergangenen Jahren mit seinem Konzept, künstlerisches Weltniveau auf familiäres Ambiente treffen zu lassen.

„Der Gedanke wuchs mit der Zeit“, erinnert sich Killinger. „Angefangen hat alles mit Vorträgen. Danach kam die Musik hinzu.“ Seine Intention war es, gute Klassik anzubieten. „Was ich nicht wollte, war so ein typischer Klassiknachmittag mit Kaffee“, sagt Killinger mit einem Schmunzeln. Bei der Realisiation dieser Visionen halfen dem 48-Jährigen seine Kontakte, die er schon mit einigen Künstlern geknüpft hatte. „Sebastian Knauer meinte damals zu mir, dass ich dafür dann auch einen guten Flügel brauche“, erzählt er. Gemeinsam mit dem Pianisten kaufte er das gute Stück, das auch heute noch bei Konzerten in der Villa zum Einsatz kommt und bekam auch gleich die Zusage von Knauer für einen Auftritt. „Am 12. Mai 2012 war er zusammen mit Hannelore Elsner das Duo der ersten Stunde“, sagt Killinger.

Seitdem geben sich die Stars quasi die Klinke in die Hand: Martina Gedeck, Barbara Auer, Gudrun Landgrebe, Fritzi Haberlandt, Ulrich Noethen, Bruno Ganz , Esther Schweins … Die Liste der deutschen Schauspieler, die mit Rezitationen ihr Können unter Beweis gestellt haben, ist lang. Aber auch die Größen der Musikwelt kommen zwischen ihren Auftritten in den großen Konzerthäusern auf der Welt gern in das beschauliche Papendorf. „Künstler wie Saschko Gawriloff oder Yefim Bronfman können sich aussuchen, wo sie weltweit spielen“, weiß Killinger ihren Auftritt in der Villa zu schätzen. „Plötzlich sind auch Leute aus Hamburg, Berlin oder Kopenhagen extra hierher gekommen für die Konzerte“, so der Villen-Besitzer.

Dennoch hat Killinger noch Wünsche: „Moritz Bleibtreu oder Heino Ferch wären toll.“ Aber auch das Programm für das erste Halbjahr 2017 hat zahlreiche Höhepunkte zu bieten. „Ich freue mich, dass Sebastian Koch zugesagt hat. Er ist im Juni zum ersten Mal hier.“ Aber auch auf Esther Schweins, Matt Haimovitz, der schon seit gut 20 Jahren nicht mehr in Deutschland gespielt hat, oder Anna Vinnitskaya freut er sich.

Heute wird aber erst einmal gefeiert. Beim letzten von drei Gala-Abenden wird Matthias Kirschnereit heute um 19.30 Uhr in privater, persönlicher Atmosphäre Werke von Brahms, Händel und Clementi eben an dem Flügel präsentieren, mit dem vor fünf Jahren alles begann.

Ein Ausblick auf das erste Halbjahr 2017

• 25. März, 19.30 Uhr: Tabea Zimmermann (Viola) und Dénes Várion (Klavier) „Mendelssohn, Bach, Bartók, Brahms“

• 6. April, 19.30 Uhr: Matt Haimovitz (Violoncello) „Bach versus Moderne“

• 28. April, 20 Uhr: Echoes of Swing „Bix and Dancing“

• 29. April, 19.30 Uhr: Barry Douglas (Klavier) „Brahms, Schubert, Mussorgski“

• 30. April, 17 Uhr: Christian Nickel (Rezitation), Julija Botchkovskaia (Klavier), Tillmann Hahn (Küche) „Stefan Zweig: Sternstunden der Menschheit“, anschließend feine, österreichische Küche

• 6. Mai, 19.30 Uhr: Esther Schweins (Rezitation), Hanns Zischler (Rezitation), Hideyo Harada (Klavier) „Meine liebe, einzige Freundin“

• 12. Mai, 20 Uhr: Markus Becker (Klavier) „Kiew-Chicago“ Klassik und Jazz-Improvisationen

• 13. Mai, 19.30 Uhr: Dominique Horwitz (Rezitation), Ragna Schirmer (Klavier) „Ich möchte lachen vor Todesschmerz“

• 9. Juni, 20 Uhr:  Sebastian Koch (Rezitation), Stefan Vladar (Klavier) „Fjodor Dostojewski: Der Spieler“

• 10. Juni, 19.30 Uhr: Anna Vinnitskaya (Klavier) „Chopin, Brahms, Prokofieff“

Karten: 0381/44 44 47 77

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