Wirtschaft : Verladeterminal in Betrieb

Wie schnell die Anlage die Big Bags vollautomatisch befüllen kann, zeigten Markus Himken (l.) und Donald Höpfner bei der Inbetriebnahme des neuen Verladeterminals.
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Wie schnell die Anlage die Big Bags vollautomatisch befüllen kann, zeigten Markus Himken (l.) und Donald Höpfner bei der Inbetriebnahme des neuen Verladeterminals.

Yara startet Anlage, die Dünger vollautomatisch in Big Bags abfüllt. Investition von 18,7 Millionen Euro. #wirkoennenrichtig

svz.de von
11. Mai 2017, 12:00 Uhr

Mit einer kleinen technischen Panne ist gestern der neue Big-Bag-Verladeterminal von Yara in Betrieb gegangen. Für 18,7 Millionen Euro hat das norwegische Unternehmen auf dem Werksgelände in Poppendorf in neun Monaten Bauzeit die neue Abfüllanlage und eine Lagerhalle errichten lassen. In der Anlage können ab sofort pro Stunde 180 Big Bags sowie 10 Lkw vollautomatisch mit Dünger beladen werden. „Vorher konnten wir pro Tag nur eine Sorte Dünger verschicken, ab jetzt haben wir alle Produkte zu jeder Zeit vorrätig“, sagte Markus Himken, Yara-Geschäftsführer Vertrieb Deutschland, Schweiz, Österreich und Benelux, bei der offiziellen Einweihung, zu der Kollegen von anderen Yara-Standorten und Kunden geladen waren.

„Bei der Big-Bag-Befüllung werden die leeren Säcke in der Anlage automatisch von der Rolle gezogen, mit Luft aufgeblasen und dann mit Dünger befüllt“, erklärte Werksleiter Donald Höpfner. Auch die Füllmenge – ausgeliefert wird entweder in 600- oder 1000-Kilogramm-Big-Bags – wird vollautomatisch abgewogen und in die Säcke eingefüllt. Parallel dazu kann der Dünger, der über ein Transportband aus dem Lager in das 70 Tonnen fassende Silo gelangt, in dem neuen Terminal auch weiterhin lose auf Lkw verladen werden. Neu ist hingegen der Ablauf: Über einen Computer gibt der Fahrer alleine die Menge des gewünschten Düngers ein, woraufhin das Sytem dann das Fahrzeug selbstständig belädt.

In der neuen Lagerhalle, in der die Inbetriebnahme gefeiert wurde, passen rund 20 000 Tonnen Dünger in Big Bags. Hier konnten die Gäste über eine Liveschaltung sehen, wie die Abfüllanlage arbeitet. Allerdings dauerte es ein paar Sekunden, bis der erste Big Bag nach dem Drücken des symbolischen Startknopfes dann tatsächlich präsentiert werden konnte. „Die Anlage befand sich im Pausen-Modus“, so Höpfner, nachdem die Ursache für die Verzögerung gefunden war.

Jürgen Buchwald, Staatssekretär beim Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, zeigte sich erfreut über die Investition in Poppendorf. Bedeute dies doch, dass Yara am Standort bleiben möchte, was auch Yara-Vorstandsmitglied Terje Knutsen unterstrich. Das Poppendorfer Werk produziert pro Jahr 1,5 Millionen Tonnen Nitratdünger in bis zu fünf verschiedenen Sorten.

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