zur Navigation springen

Christopher-Street-Day : Verein fordert gleiches Recht für alle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Demonstration und Parade starten am Sonnabend in der Rostocker Innenstadt #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Gegen die Diskriminierung von Homo-, Bi- und Transsexuellen und für die Akzeptanz jeglicher Form von Liebe wollen am Sonnabend mehr als 3000 Rostocker beim 15. Christopher Street Day (CSD) auf die Straße gehen. Gestern haben Veranstalter und Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) die Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst.

„Demonstriere laut, wähle klug“ lautet das Motto im Wahljahr 2017. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur eine bunte Parade sind, sondern eine politische Demonstration und für unsere Rechte kämpfen“, sagt Veit Pürsing, Sprecher des CSD-Vereins. Zwar sei mit dem gerade erst verabschiedeten Ehe-für-alle-Gesetz ein großer Schritt gemacht worden, dennoch würden Nicht-Hetero-Sexuelle immer noch benachteiligt. „Es ist diskriminierend, dass es immer noch ein Blutspendeverbot für homosexuelle Männer gibt“, sagt Pürsing. Weitere Ziele der Gemeinschaft seien eine Erweiterung des Artikels 3 des Grundgesetzes, der bisher nur Männer und Frauen betitelt, das Adoptionsrecht für alle, sowie die sexuelle Vielfalt in Schullehrplänen, so Vorstandsmitglied Eckhard Brickenkamp.

„Auch Rostock muss für die Gleichstellung aller Menschen kämpfen“, sagt Nitzsche. So seien europäische Nachbarländer längst aufgeklärter. Zudem dürfe „Rechtspopulismus keinen Platz in der schwulen Szene haben“, so Nitzsche. 13 Waggons und Laufgruppen sollen am Sonnabend durch die Innenstadt ziehen. Den Auftakt geben um 14 Uhr Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Landtagspräsidentin und Schirmherrin Sylvia Bretschneider (SPD) mit Grußworten. Über die Kröpeliner und die Lange Straße geht es zum Schröderplatz, bis um 17 Uhr die Abschlusskundgebung auf dem Neuen Markt beginnt. „Um 18 Uhr wird eine Schweigeminute für die abgehalten, die stets für Gleichberechtigung gekämpft haben, aber nicht mehr unter uns weilen“, sagt Pürsing.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen