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#wirkoennenrichtig : Verein ehrt junge Forscherin

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostockerin erhält Auszeichnung für herausragende Aufarbeitungen über Holocaust-Opfer Harry Schlomann

svz.de von
erstellt am 02.Mär.2017 | 15:00 Uhr

Preisverleihung mit Premiere: Zum ersten Mal wurde gestern der Karl-Koppmann-Preis im Max-Samuel-Haus verliehen. Benannt ist der Preis nach dem ehemaligen Hamburger Historiker und Archivar Karl Koppmann. Er galt als Autorität auf dem Gebiet der deutschen Städtegeschichte und gab somit den Anstoß zur Initiierung der Auszeichnung.

Preisträgerin ist die Studentin Barbro Wilke, welche vom Verein für Rostocker Geschichte ausgewählt und vorgeschlagen wurde. Sie konnte ihre Freude bei der Verleihung kaum zurückhalten. „Ich freue mich, dass die lange und intensive Zeit der Nachforschungen sich gelohnt hat und das Thema noch mehr Aufmerksamkeit bekommt“, so die erst 19-jährige Studentin. In ihrem Forschungsthema beschäftigte sie sich mit Harry Schlomann, einem der jüngsten Opfer des Holocaustes. Angefangen habe sie ihre Recherchen bereits vor drei Jahren, als sie noch zur Schule ging. „Meine Schule spendete zu der Zeit einen Stolperstein zu Ehren Schlomanns und ich wollte diesem Stein eine Geschichte geben“, erklärt Wilke. Auch Preisinitiiator Jörg Schröder ist von den Ergebnissen und dem damit verbundenen Ehrgeiz der damaligen Schülerin mehr als begeistert. „Es ist bemerkenswert, mit welcher Reife sie die Sache angegangen ist“, sagt Schröder. „Die Messlatte, die sie gelegt hat, muss erst mal jemand erreichen.“ Er ist sich jetzt schon sicher, dass der Verein den Preis in Zukunft häufiger vergeben wird. „Wichtig ist, dass sich insbesondere junge Menschen mit der Geschichte ihrer Heimat auseinandersetzen.“

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