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Rostock denkt 365 Grad : Verein bringt Wissenschaft näher

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

„Rostock denkt 365 Grad“ engagiert sich mit seinen Projekten für einen starken und anerkannten Forschungsstandort #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Aus dem Impuls heraus, die Hansestadt Rostock als Wissenschaftsstandort zu etablieren, entstand ein Verein, der sich für die Forschung und dessen Vermittlung einsetzt. „Nachdem wir uns 2006 um den Titel ,Stadt der Wissenschaft‘ beworben hatten und ihn nicht bekamen, wurde uns bewusst, dass wir mehr bieten müssen, als nur eine Universität, Institute und wissenschaftliche Einrichtungen. Und so kam die Idee zur Vereinsgründung“, erzählt Vorstandsmitglied Patricia Huber.

Seither werden regelmäßig wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen für alle Altersgruppen organisiert. „Sehr beliebt ist die parallel zur Hanse Sail stattfindende Science@Sail.“ Interessenten können Forschung so hautnah miterleben. „Gerade Kinder finden es toll, zu experimentieren und viele Dinge ausprobieren zu können“, erklärt Huber. Die Kooperation mit Kindern und Schülern der Hansestadt sei ein wesentlicher Bestandteil der Vereinsarbeit. Mit zahlreichen Aktionen sollen Jugendliche auf wissenschaftliche Themen aufmerksam gemacht und Interesse geweckt werden.

Rostock’s Eleven beispielsweise ist ein Projekt, das Nachwuchswissenschaftler fördern soll. Elf Wissenschaftsjournalisten aus ganz Deutschland machen sich einen genauen Eindruck von der Arbeit junger Nachwuchsforscher und prämieren am Ende der Veranstaltung die beste Präsentation der Forschungsergebnisse. In diesem Jahr gewann Mischa Schönke vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde. Er befasst sich mit einer neuen Laser-Methodik, die die akustische Fernerkundung des Meeresgrundes verbessert. Zum anderen verfolgt der Verein aber auch das Ziel, einen Austausch zwischen Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen, städtischen und kulturellen Institutionen sowie zu Wirtschaftseinrichtungen herzustellen. Bei den vierteljährlichen Technologieabenden kommen zwischen 50 und 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zum Dialog über wechselnde Themen zusammen.

„Wir legen bei uns keine thematischen Schwerpunkte und sind offen für jeden wissenschaftlichen Beitrag, auch aus dem Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften“, so Patricia Huber. Das zeigt sich auch in der zweiten Auflage der Science Soap, die im Frühjahr 2019 erscheint. Die erste Staffel „Sturm des Wissens“ erschien 2012 und fand großen Anklang. In allen fünf zwölfminütigen Folgen wurde die Wissenschaftslandschaft Rostocks dargestellt. Die Serie erlangte auch über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus Bekanntheit und Anerkennung. Die neue Staffel wird sich inhaltlich mit Fachkräften der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns befassen und so die Bedarfe im Gesundheits- und Pflegebereich thematisieren.

Über die zahlreichen Projekte und Veranstaltungen möchte der Verein Aufmerksamkeit schaffen und so auch weitere Mitstreiter für sich gewinnen. „Jeder kann mitmachen und wir freuen uns über jeden, der Interesse an der Wissenschaft zeigt“, sagt Huber. Derzeit hat Rostock denkt 365 Grad 90 Mitglieder, davon 30 institutionelle und 60 Privatpersonen.

Am Mittwoch feiert der Verein sein zehnjähriges Bestehen und lädt dazu von 17 bis 19 Uhr zu einer öffentlichen Festveranstaltung im Rathaus ein. Begleitet werden die Feierlichkeiten von der Ausstellungseröffnung „10 Jahre Rostock denkt 365 Grad e.V. – Rostocks Wissenschaft seit 10 Jahren im Rampenlicht“.

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