zur Navigation springen

Rostock : Umlandgemeinden-Streit: Methling soll einlenken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

CDU-Fraktionschefs richten gemeinsamen Appell an das Stadtoberhaupt. Oberbürgermeister fordert Interessenausgleich #wirkoennenrichtig

Die CDU-Fraktionsvorsitzenden der Rostocker Bürgerschaft und des Landkreises Rostock haben den Oberbürgermeister der Hansestadt, Roland Methling (parteilos), zum Einlenken in strittigen Fragen des nachbarschaftlichen Verhältnisses aufgefordert.

Dabei gehe es insbesondere um die Baupläne der Umlandgemeinden, sagt der Rostocker Daniel Peters. „Wir sehen die derzeitige Blockade von Bebauungsplänen im Rostocker Umland durch den Oberbürgermeister kritisch.“ Aktuelle Bevölkerungsprognosen und die wirtschaftliche Entwicklung machten deutlich, dass Wohn- und Gewerbeansiedlungen in der Stadt und im Umland erforderlich seien. Es werde erwartet, dass die Zahl der Einwohner in Rostock dank der wirtschaftlichen Entwicklung von heute 208 000 auf 230 000 im Jahr 2035 wachsen könnte.

Im regionalen Planungsverband, in dem die Hansestadt und die Umlandgemeinden des Kreises sitzen, hat Methling ein Vetorecht und muss etwa sein Einverständnis erklären, wenn die Gemeinden um mehr als drei Prozent wachsen wollen. Methling fordert, dass die Gemeinden einen Interessenausgleich entrichten, wenn sie über ihren Eigenbedarf hinaus planen. Dieser soll bei 50 Prozent der Grund-, Gewerbe- und Einkommenssteuer sowie der Zuweisungen innerhalb des Finanzausgleichs liegen. Mit diesem Geld möchte die Stadt öffentliche Einrichtungen wie Theater und Schwimmbäder finanzieren, die auch von Einwohnern der kleineren Gemeinden genutzt werden.

„Die Hansestadt kann es nicht alleine schaffen, den riesigen Wohnraumbedarf abzudecken“, sagt Peters. Von dem wirtschaftlichen Wachstum in der Region sollten alle profitieren. Also sollten die Umlandgemeinden auch nicht blockiert werden. Es gebe Gemeinden, die beabsichtigten, auch ohne Zustimmung Rostocks zu bauen, so Peters. Dann aber werde es dazu kommen, dass Methling klagen wird. „Wie das ausgeht, weiß keiner, geholfen ist damit niemandem.“ Die CDU forderte die Landesregierung darüber hinaus auf, für eine gerechte und angemessene Finanzausstattung Rostocks zu sorgen. Im Vergleich zur Landeshauptstadt Schwerin würden der Hansestadt bei einer gerechten Finanzverteilung rund 14,3 Millionen Euro mehr zustehen. Schwerin werde bei den überörtlichen Aufgaben bei der Pro-Kopf-Finanzierung besser behandelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen