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Rostocks Ex-Polizeigebäude : Umbau-Pläne sind fast fertig

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

34-Millionen-Euro-Umbau für Landesbehördenzentrum steht in den Startlöchern. Munitionsbergungsarbeiten beginnen Anfang 2018 #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 15.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Raus aus dem angemieteten Hochhaus in der Erich-Schlesinger-, rein in das ehemalige Polizeigebäude in der Blücherstraße: In dem Mitte 2015 leer gezogenen denkmalgeschützten Bau aus den 50er-Jahren soll für rund 34 Millionen Euro ein neues Behördenzentrum entstehen, in das verschiedene Landesämter einziehen. Jetzt stehen die Planungen kurz vor dem Abschluss, Baustart soll Anfang 2018 mit Munitionsbergungsarbeiten auf dem Gelände sein.

Auch wenn es für Außenstehende vielleicht den Anschein mache, verfalle das Gebäude nicht, versichert der zuständige landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL): „Wir haben einen Sicherheitsdienst beauftragt sowie einen Hausmeisterservice“, sagt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Seit gut zwei Jahren sei der Baubetrieb mit den Entwurfsunterlagen beschäftigt, wollte sie schon im Herbst zur Prüfung in die beteiligten Ministerien geben, doch noch werde an kleinen Stellschrauben gedreht.

Grund für die lange Planungsphase ist laut BBL-Sprecher Hoffmann vor allem die Vielzahl der künftigen Nutzer. „Die Abstimmungen sind sehr umfangreich, weil sie aus verschiedenen Ressorts kommen und jeder verschiedene Raumbedarfe und Sicherheitsansprüche hat“, sagt Hoffmann. Bei dem Projekt müssten mehrere Tausend Quadratmeter beplant werden – im Bestandsgebäude und in einem Anbau Richtung Güterbahnhof. Zuletzt sollte beispielsweise ein Wirtschaftstrakt mit Kantine im Erdgeschoss eingerichtet werden. Der sei nach eingehender Prüfung vom Tisch, stattdessen solle ein Besprechungsraum gebaut werden. Die wieder freigewordenen Flächen werden jetzt neu ge- und verplant, dadurch würde weniger Platz im Anbau benötigt, möglicherweise ein Stockwerk weniger gebaut, so Hoffmann. Die mit je 500 000 Euro angesetzten Planungskosten für 2017 und 2018 sollen aber nicht überschritten werden.

Künftig sollen im neuen Behördenzentrum das Landesamt für Gesundheit und Soziales, das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg sowie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr ansässig sein – weitere Behördenzuzüge seien möglich, so Hoffmann. Die Bauzeit ist für vier Jahre anvisiert. Den Startschuss soll Anfang 2018 ein Munitionsbergungseinsatz auf der Anbau-Fläche geben.

 

Kommentar "Was lange währt, wird richtig gut" von Katrin Zimmer

Dass sich nach mehr als zwei Jahren noch immer nichts in der Blücherstraße getan hat, erweckt bei vielen Rostockern sicher den Eindruck, als ob auch hinter den Kulissen nichts passieren würde. Dabei ist ja klar, dass so ein Riesenzentrum eine vernünftige Planung braucht – und zwar im Vorfeld. Denn wenn bei 34 investierten Millionen am Ende etwas nicht so wird, wie notwendig, dann wird es richtig teuer. Vergleiche zum Berliner Flughafen liegen nahe. Über die intensive, wenn auch zeitintensive Planung des BBL können alle Beteiligten also eigentlich nur froh sein. Spätestens, wenn die Miete für das jetzige Gebäude in der Erich-Schlesinger-Straße nicht mehr vom Haushaltskonto des Landes abgeht.

 

 

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