Graal-Müritz : Tuki-Bahn geht auf Jungfernfahrt

Auf dem Seebrückenvorplatz stellte Tuk-Geschäftsführer Bernd Kuntze (2. v. r.) das neue Gefährt vor. Zusammen mit Bürgermeister Frank Giese (2. v. l.) taufte er den blauen Hingucker, der von Daniela König und Michael Levermann gesteuert wird.
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Auf dem Seebrückenvorplatz stellte Tuk-Geschäftsführer Bernd Kuntze (2. v. r.) das neue Gefährt vor. Zusammen mit Bürgermeister Frank Giese (2. v. l.) taufte er den blauen Hingucker, der von Daniela König und Michael Levermann gesteuert wird.

Neues, größeres Modell tourt ab sofort durch die Straßen von Graal-Müritz. Tourismus- und Kur GmbH feiert offizielle Indienststellung #wirkoennenrichtig

svz.de von
03. Mai 2017, 12:00 Uhr

Mit einem lauten Bimmeln ist die Tuki-Bahn gestern zu ihrer Jungfernfahrt gestartet. Zusammen mit Bürgermeister Frank Giese (parteilos) und anderen Gästen feierte Bernd Kuntze, Geschäftsführer der Tourismus- und Kur GmbH (Tuk), auf dem Seebrückenvorplatz die Indienststellung des neuen Fahrzeugs. „Die alte Tuki-Bahn ist schon in die Jahre gekommen, war zu klein und zuletzt sehr reparaturbedürftig. Daher haben wir schon lange über den Kauf einer neuen Bahn nachgedacht und uns im Sommer vergangenen Jahres dafür entschieden und nach einer passenden Alternative gesucht. Für 112 000 Euro netto hat die Tuk das neue Gefährt gekauft“, sagt Bernd Kuntze.

Die neue Tuki-Bahn – ein gebrauchtes Modell, das bisher auf Rügen unterwegs war – ist nicht nur größer als ihr gelb-grüner Vorgänger, sondern auch für Rollstuhlfahrer geeignet. „Sie hat 54 Plätze, eine Rampe und ist großzügiger von den Sitzplätzen her“, so Kuntze, der hofft, dass die neue Attraktion lange und unfallfrei durch den Ort fahren wird. „Der Kauf war eine vernünftige Entscheidung“, betonte auch Bürgermeister Giese, der noch einmal an die Fahrten zur Jugendweihe oder Einschulung erinnerte. Vor der Inbetriebnahme des im März gekauften Gefährts wurde die neue Bahn komplett saniert und mit einer Heizung nachgerüstet.

Auch die Fahrer erhielten vorab eine Schulung. Bis Oktober werden Daniela König und Michael Levermann die 95 PS starke Bahn durch Graal-Müritz steuern. „Die neue Bahn hat mehr PS und fährt sich besser“, sagt Daniela König, die in diesem Jahr in ihre vierte Saison als Tuki-Bahn-Fahrerin startet. Neu an ihrer Seite ist Michael Levermann, der im April angefangen hat. Bis Oktober werden sie den Touristen auf der einstündigen Rundtour mehrmals täglich den Ort näherbringen und ihnen Sehens- und Wissenswertes über das Ostseeheilbad zeigen.

„Was mit der alten Tuki-Bahn geschieht, wird am 9. Mai geklärt“, sagt Kuntze. Dann entscheiden die Gesellschafter darüber, ob die Bahn verkauft wird oder zum Beispiel für Ausflugsfahrten genutzt wird. Seit dem Jahr 2000 hat sie Saison für Saison ihre Runden durch Graal-Müritz gezogen. „Pro Jahr ist sie etwa 20 000 Kilometer gefahren“, weiß Benita Chelvier von der Tuk. „Die nächste Tuki-Bahn soll dann eine mit Elektro-Antrieb werden“, blickt Bernd Kuntze schon einmal voraus. Da diese mit Kaufpreisen zwischen 300 000 und 350 000 Euro aber noch wesentlich teuerer sind, als das gebrauchte Modell, hat sich die Tuk für die kostengünstigere Variante entschieden. „Das konnten wir uns nicht leisten, obwohl der Elektroantrieb gut zu Graal-Müritz passen würde“, erklärt der Geschäftsführer, der sich mit einigen Fahrgästen auf die Jungfernfahrt begab.

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