OB-Wahl 2019 in Rostock : Tritt Methling noch mal an?

An seinem Schreibtisch im Oberbürgermeisterbüro fühlt sich Roland Methling wohl – und liebäugelt mit einer Verlängerung.
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An seinem Schreibtisch im Oberbürgermeisterbüro fühlt sich Roland Methling wohl – und liebäugelt mit einer Verlängerung.

Rostocks Rathauschef liebäugelt mit einer dritten Amtszeit. Altersgrenze müsste angehoben werden #wirkoennenrichtig

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06. Mai 2017, 16:00 Uhr

Kandidiert Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) doch noch einmal für eine dritte Amtszeit? Das ließ er in mehreren Redebeiträgen der vergangenen Tage durchblicken. Unter anderem erklärte er beim CDU-Wirtschaftsrat: „Vielleicht neigt sich auch 2025 die dritte Amtszeit des Oberbürgermeisters dem Ende zu.“ Bisher galt das als ausgeschlossen, da er bei den nächsten regulären Wahlen im Jahr 2019 die derzeit zulässige Altersgrenze überschritten hätte. Die liegt aktuell für Wiederbewerber wie ihn bei 63 Jahren.

So schreibt es Paragraf 66 des Landes- und Kommunalwahlgesetzes vor – den die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU ändern will. Aus ihrer Sicht stellt die Regelung eine Altersdiskriminierung dar, aufgrund derer beispielsweise der Greifswalder Ex-Oberbürgermeister Arthur König (CDU) seine Karriere unfreiwillig habe beenden müssen. Für Methling würde die derzeit gültige Frist im März kommenden Jahres ablaufen, wenn er seinen 64. Geburtstag feiert. Allerdings hofft auch er auf eine Anhebung der Altersgrenze, schließt eine erneute Kandidatur nicht aus: „Dazu werde ich mich erst 2019 äußern, wenn klar ist, welche Rahmenbedingungen für die Oberbürgermeister- und für die Bürgerschaftswahl herrschen“, erklärt er.

Hinter den Bürgerschaftskulissen wird derzeit sogar über einen alternativen Weg spekuliert. Demnach könnte Methling eine Art Vertrauensfrage stellen und vorzeitig zurücktreten, um bei den anschließenden vorgezogenen Neuwahlen wieder zu kandidieren. Bei den zurückliegenden Oberbürgermeister-Wahlen im Februar 2012 hatte er 53,8 Prozent der abgegebenen Stimmen gewonnen. Bei der nächsten Abstimmung gilt sein Vize, Finanzsenator Chris Müller (SPD), als heißer Kandidat. Auch Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) werden Ambitionen nachgesagt.

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