zur Navigation springen

#wirkoennenrichtig : Treffpunkt für alle Generationen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bei den Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag Schmarls bildet das Haus 12 als Begegnungszentrum eine wichtige Zentrale.

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Wie doch die Zeit vergeht. Die Wohngebiete längs der Stadtautobahn sind schon lange keine Neubaugebiete mehr. Elf Jahre, nachdem in Lütten Klein die erste Wohnung bezogen wurde, erblickte auch Schmarl das Licht der Rostocker Welt. Das war am 1. Mai 1977. Mit anderen Worten: Der Stadtteil feiert 2017 seinen 40. Geburtstag – und das ein ganzes Jahr lang. Wen wundert es, dass auch Katja Eisele als Leiterin des ASB Stadtteil- und Begegnungszentrums alle Hände voll zu tun hat, um mit ihren Mitarbeitern und vielen Ehrenamtlichen dieses Jubiläumsjahr zu einem Höhepunkt werden zu lassen.

Ich machte kürzlich einen Erstbesuch im Haus 12 und war überrascht. Ein architektonisch interessanter Bau, 2004 eingeweiht, mit bunten Bildern an der Fassade, vielen Schrägen, Holz, Glas und einer besonders für junge Familien einladenden Außenanlage. Auch innen: Viel Farbe und Licht im Foyer, die Räume sind nicht groß, aber wirken gemütlich und anheimelnd. Gut, dass es neben dem Haus 12 noch einen weiteren Stützpunkt des Arbeiter-Samariter-Bundes in Schmarl gibt, in dem sich die Kinder- und Jugendarbeit konzentriert. Es ist die „Schiene“ am Bahnhof.

Bei meinem Rundgang durch das Haus 12 mache ich eine Stippvisite im kleinen Computerkabinett und lerne Frank Maertin und vier seiner Kursteilnehmer kennen. Er hält nichts von großen Kursen, deren Teilnehmer in die Geheimnisse der Computerwelt eingeführt werden möchten. „Ich muss jedem über die Schulter schauen können, um Hilfe und Tipps geben zu können“, sagt er. Das überzeugt mich, als ich die kleine Gruppe erlebe, die unter der Dachschräge in der ersten Etage an den hauseigenen Laptops sitzt. Seit mehreren Jahren reservieren sie den Dienstagvormittag, um in der Gemeinschaft ihrem Hobby nachzugehen. Schon lange sind sie dem Anfänger-Stadium entwachsen, haben sich angefreundet und sind froh, den technisch versierten Leiter an ihrer Seite zu haben. Sie ist weit verbreitet bei älteren Menschen: die Befürchtung, beim Umgang mit dem „Teufelszeug“ Internet etwas falsch zu machen, etwas zu übersehen und dann in Kostenfallen zu stürzen. Auch den Gedanken, eines Tages wie die Enkel stundenlang auf den Bildschirm zu starren, anstatt in fröhlicher Runde zu schwatzen oder Spaziergänge an der frischen Luft zu machen, hat so mancher.

Aber ebenso häufig wie die Ablehnung ist der Wunsch verbreitet, mitreden zu können, sich nicht abhängen zu lassen von der technischen Entwicklung und von den Enkeln nicht als total altmodisch angesehen zu werden. Neugier und Interesse der Senioren steigen von Jahr zu Jahr und damit auch die Nachfrage nach Lehrgängen und Kursen, in denen der Umgang mit Computer, Tablet oder Smartphones gelehrt werden. Deshalb wird es im Haus 12 ab März einen neuen Kurs geben, in dem Interessierte speziell die Handhabung von Smartphones und Tablets lernen. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen