Admannshagen : Treff der Generationen entsteht

Im Admannshäger Jugendtreff nahmen Bürgermeister Eduardo Catalán Bermudez (l.) und Leiterin Kerstin Reich den Fördermittelbescheid von Till Backhaus (r.) und Sebastian Constien entgegen. In wenigen Wochen sollen die alten Container abgerissen werden und Platz machen für das neue Mehrgenerationenhaus.
Im Admannshäger Jugendtreff nahmen Bürgermeister Eduardo Catalán Bermudez (l.) und Leiterin Kerstin Reich den Fördermittelbescheid von Till Backhaus (r.) und Sebastian Constien entgegen. In wenigen Wochen sollen die alten Container abgerissen werden und Platz machen für das neue Mehrgenerationenhaus.

Fördermittelbescheid für neue Begegnungsstätte in Admannshagen übergeben. Gemeinde investiert rund 600 000 Euro in Neubau. #wirkoennenrichtig

svz.de von
09. April 2017, 16:00 Uhr

Jung und Alt aus Admannshagen bekommen ein eigenes Mehrgenerationenhaus. Für dieses Projekt konnte Gemeindebürgermeister Eduardo Catalán Bermudez (FDP) gestern einen Fördermittelbescheid von Landwirtschafts- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) entgegennehmen. Mit rund 430 000 Euro unterstützt das Land den Bau der Begegnungsstätte, in den die Gemeinde insgesamt etwa 600 000 Euro investieren wird. „Solche Projekte sind wichtig, da sie für die Zukunft des ländlichen Raums und für die Gestaltung eines bunten Dorflebens von großer Bedeutung sind“, betonte Backhaus. Und auch Sebastian Constien (SPD), Landrat des Landkreises Rostock, unterstrich: „Ich bin froh, dass wir die Finanzierung sichern und damit den Startschuss für das Mehrgenerationenhaus geben können.“

Entstehen wird die Begegnungsstätte auf dem Areal des jetzigen Jugendtreffs, der für den Neubau weichen muss. „Ich hoffe, dass es im Juni oder Juli los geht mit den Abriss- und Bauarbeiten“, sagt Kerstin Reich vom Internationalen Bund, dem Träger des Jugendclubs. Sie leitet seit diesem Jahr den Treff. Bis Frühjahr 2018, so der Plan, entsteht im Mitteldorf ein zweigeschossiges Haus mit 250 Quadratmetern Fläche, in dem sich jeder wohlfühlen soll.

Denn nicht nur die Jugend darf sich auf neue Räumlichkeiten freuen, sondern auch die Senioren erhalten dann ihren eigenen Anlaufpunkt. Während diese im barrierefreien Erdgeschoss mit großem Saal genug Platz für Treffen und Veranstaltungen haben, wird der Jugendclub im Obergeschoss untergebracht werden. „Hier kommt eine Küche hinein mit Chill-Ecke. Außerdem gibt es zwei separate Räume, einen Mediations- und Tanzraum sowie einen Kreativraum“, verrät Reich. Auch ein Garten ist angedacht, in dem saisonale Kräuter, Obst und Gemüse angebaut werden können.

Zudem schwebt Kerstin Reich vor, Angebote wie Paarberatungen, Sprechstunden für werdende Eltern, Ausstellungen, Lesungen oder das Erzähl-Café im neuen Gebäude zu etablieren. „Und ich freue mich auf die Synergien zwischen Jugend- und Seniorentreff, die sich dann ergeben“, so die Jugendclubleiterin.

Noch ist der Jugendtreff in Containern untergebracht, die die Gemeinde vor 19 Jahren übernommen hatte. „Wir hätten nie gedacht, dass die als Provisorium gedachte Lösung so lange hält“, sagte Hans-Peter Stuhr, Sozialausschussvorsitzender der Gemeinde, und fügt hinzu. „Wir haben in Admannshagen nicht so viel wie in Bargeshagen, umso schöner ist es, dass hier etwas entsteht.“ Auch Seniorenberaterin Ilse Ziebell freut sich auf das neue Haus. „Ich werde den Abriss sicherlich mit einem weinenden und lachenden Auge betrachten. Aber es wird Zeit“, sagt Ziebell, die zudem 18 Jahre den alten Jugendclub geleitet hat.

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