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#wirkoennenrichtig lokal : Töne, Farben, Schritte

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Arthus-Jugendkunstschule ist auch für Senioren interessant

„Herzlich willkommen“ hieß es für kleine und große Interessenten beim Tag der offenen Tür in der Jugendkunstschule Arthus im Rostocker Freizeitzentrum, Kuphalstraße 77.

Und sie kamen, vor allem Eltern mit kleineren Kindern und Großeltern mit den Enkeln. Gitarrenklänge lockten in die erste Etage, in der bunte Mosaikbänke zum Hören und Schauen einluden. Vor allem aber durften Pinsel und Stifte in die Hände genommen werden, es durfte geübt, probiert, getanzt und gefragt werden. Kursleiter erklärten ihre Arbeit, gaben Tipps und Hinweise. Die Teilnehmer der Mal- und Grafikkurse, der Keramik- und Druckwerkstatt hatten ihre Arbeiten ausgestellt, die Musikschule und das Tanzstudio präsentierten sich in einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Kinderchor, Theatergruppe, Tanzgruppen, in denen schon Dreijährige die Beinchen schwingen lernen, eine Band und Klaviervirtuosen zeigten, mit welcher Freude und künstlerischem Anspruch bei Arthus gearbeitet wird.

Kaffee und Kuchen gab es, aber auch leckere Säfte. An alles hatten die Gastgeber gedacht. Auf dem Flur, hinter einem schwarzen Vorhang, gab es eine Ausstellung der etwas anderen Art. Von UV-Licht, auch Schwarzlicht genannt, wurden die Grafiken und Malereien bestrahlt, sodass sie sonderbar verfremdet wurden. Das Weiß leuchtete bläulich-grell, wodurch die Bildinhalte auf eine interessante Weise hervorgehoben wurden.
Obwohl Arthus eine Jugendkunstschule ist, finden hier auch ältere Kunstinteressenten eine offene Tür. So können Großeltern mit ihren Enkeln zum Beispiel einen Keramikkurs belegen oder ihre Kleinen zum Ferienkurs begleiten und selbst aktiv werden.

Wer gerne Theater spielt, ist bei der Senioren-Theatergruppe „Die Sensoren“ herzlich willkommen. Und wer gerne zeichnet und malt, findet bei Barbara Relitz, einer ausgebildeten Kunsterzieherin, Anleitung, Anregungen und Unterstützung. Seit 25 Jahren leitet sie einen Kurs für Malerei und Grafik für Erwachsene. „Ich bin mit meiner Gruppe alt geworden“, sagt die 72-Jährige lachend. „Manche der zehn Teilnehmer sind von Anfang an dabei, denn Malen ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung, bringt Erfüllung und Genugtuung, wenn die Arbeit gelungen ist.“ Die Teilnehmer lernen, Gegenstände des Alltags bewusst wahrzunehmen und in Bilder umzusetzen. Dabei werden verschiedene Techniken angewendet, so Pastell, Aquarell, Acryl und Öl.

Außer bei Arthus leitet Barbara Relitz ehrenamtlich Malkurse im Mehrgenerationenhaus Evershagen, im Pflege-wohnpark Lütten Klein und in der evangelischen Kirchgemeinde Lichtenhagen-Dorf. „Außerdem bin ich Oma und lebe mit meinen Enkeln in einem Haus – und seit zwei Jahren lerne ich Klavier spielen.“ Dabei lächelt sie etwas verlegen. „Augen, Finger, Gehirn, die linke und die rechte Hand, der Fuß … alles muss koordiniert werden, damit harmonische Töne entstehen. Das beste Mittel gegen Demenz, Depressionen und Trübsinn.“




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