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Rostock : Tiertafel sucht feste Ausgabestelle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach Absagen von Stadt und Privatvermietern fehlt dem Verein immer noch ein Platz, um Futter- und Sachspenden an Bedürftige zu verteilen #wirkoennenrichtig

Hunde- und Katzenfutterdosen stapeln sich neben Säcken mit Trockenfutter und Leckerlis. Unzählige Körbchen, Leinen und Decken warten in der kleinen Garage in Lütten Klein auf ihre neuen Besitzer. Eine Vielzahl an Spenden für bedürftige Vierbeiner und ihre Herrchen kann die im Mai gegründete Rostocker Tiertafel bereits verzeichnen – ein Standort für die Futterausgabe fehlt aber noch immer.

„Wir hatten schon ein Grundstück in der Hundsburgallee gefunden und mit dem Vermieter alles geklärt, aber dann ist er uns kurz vorher wieder abgesprungen“, sagt Carsten Schöppke, Vorsitzender der Rostocker Tiertafel. Ein weiterer Eigentümer in der Carl-Hopp-Straße habe sich nach einem positiven ersten Gespräch nie wieder gemeldet und auch vonseiten der Stadt gebe es nur wenig Entgegenkommen. „Das Liegenschafts- und Katasteramt hat uns gesagt, dass es keine städtischen Flächen gebe, die uns zur Verfügung gestellt werden könnten“, sagt Schöppke. Die verfügbaren unbebauten Grundstücke seien gemäß des aktuellen Flächennutzungsplans für Wohnbebauung oder Gewerbe vorgesehen.

Das Problem: „Die Leute wissen, dass es uns gibt, aber ohne Anlaufstelle können wir nicht anfangen und helfen“, sagt Karola Kriz. Dabei wollen sie sich nicht nur um die Futterversorgung der Tiere kümmern, sondern auch den Besitzern helfen: „Wir wollen präventive Aufklärungsarbeit betreiben, zu Themen wie Kastration informieren, aber auch einfach mit den Leuten über Probleme reden“, so die Tierarzthelferin. Für ihr Projekt benötigen die Rostocker nicht viel mehr als 50 bis 100 Quadratmeter Fläche für Lager und die Ausgabe – zu einem erschwinglichen Mietpreis, so Carsten Schöppke. „Am besten im Rostocker Nordwesten, da ist der Bedarf besonders hoch“, sagt der Rostocker Tierfreund. Ein unbebautes Grundstück, das für die Bedürftigen einigermaßen gut zu erreichen ist, würde ihnen sogar reichen: „Vor Kurzem haben wir drei Wohnwagen günstig bekommen. Die könnten wir als Lager-, Büro- und Ausgaberäume nutzen. Eigentlich brauchen wir nur ein Stück Land mit Wasser- und Stromanschluss“, sagt Carsten Schöppke.

Ihre jüngste Hoffnung setzen die Tierfreunde in Landtags- und Lichtenhagens Ortsbeiratsmitglied Ralf Mucha (SPD). „Er ist sehr angetan von der Idee, kennt sich gut aus im Rostocker Nordwesten und will sich kümmen“, so Schöppke. So habe Mucha zudem versprochen, sich im Amt für Schule und Sport dafür stark zu machen, geeignete Flächen zu finden.

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