Polizei : Tatort Rostock: Hund im Schafspelz

Ähnlichkeit mit einem Schaf? Seinen Hund der Rasse Perro de Agua Espanol wollte ein Tierhalter aus Steuergründen partout nicht als solchen anerkennen.
Ähnlichkeit mit einem Schaf? Seinen Hund der Rasse Perro de Agua Espanol wollte ein Tierhalter aus Steuergründen partout nicht als solchen anerkennen.

2017 erlebten die Polizisten der Hansestadt teils skurrile Fälle. #wirkoennenrichtig

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31. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Der Hund im Schafspelz, dreiste Handtaschendiebe und übereifrige Studenten haben die Rostocker Polizisten 2017 ordentlich auf Trab gehalten. Den skurrilsten Einsatz erlebten gleich im Januar Beamte des Hauptreviers, die es mit einem besonders findigen Hundehalter zu tun bekamen. Eingeschaltet hatte sie der ratlose Hafenvogt, dem der Halter bei einer Kontrolle im Stadthafen erklärte, es handele sich bei dem Tier an seiner Leine um ein Schaf und nicht um einen Hund. Und deshalb habe das Tier auch keine Steuermarke.

Obwohl es sich anfangs wie ein Scherz anhörte, blieb der 35-Jährige beharrlich bei seiner Schafsversion. Er legte er den Beamten sogar einen Heimtierpass für den Hund im Schafspelz vor. Eine Überprüfung durch die hinzugezogene Amtstierärztin kam allerdings zu dem amtlichen Ergebnis, dass es sich bei dem Vierbeiner dann doch um einen Hund der Rasse Perro de Agua Espanol handelt. Die leichte Ähnlichkeit zum Schaf versuchte der Besitzer auszunutzen, um die fällige Hundesteuer nicht zahlen zu müssen.

Im Februar sahen sich die Polizisten dann mit einer Serie von Fahrzeugaufbrüchen konfrontiert. In einem Fall ließ sich der Täter nicht einmal von einem auf dem Rücksitz befindlichen Kind abhalten. Das elfjährige Mädchen wartete im Auto auf die Rückkehr der Mutter, als der Mann plötzlich mit einer Taschenlampe ins Wageninnere leuchtete, die Scheibe einschlug und nach der Handtasche auf dem Beifahrersitz griff. Bei der Aktion blieb die Elfjährige zwar körperlich unverletzt, allerdings stand sie nach der Tat unter Schock.

Als „Deutsche Volkspolizei“ stellte sich im April ein Betrüger bei einer 82-Jährigen am Telefon vor. Der vermeintliche Volkspolizist versuchte, die Rentnerin nach Schmuck und Bargeld auszufragen. Die jedoch erstattete sofort Anzeige. Wie strebsam Studenten heutzutage sind, zeigt ein Fall aus dem Oktober. Ein 19-Jähriger war nachts in die Unibibliothek eingebrochen, hatte sich Bücher zusammengesucht und an einen Tisch gesetzt, um zu lernen. Allerdings schlief der angetrunkene Mathematikstudent dann über den Büchern ein.

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