Vorweihnachtsstimmung : Tannenverkauf geht in heiße Phase

Haben noch die Qual der Wahl: Sandra und Gunter Biedeweg sowie Paul-Friedrich Behnke (r.) wollen sich für eine der beiden Tannen entscheiden.
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Haben noch die Qual der Wahl: Sandra und Gunter Biedeweg sowie Paul-Friedrich Behnke (r.) wollen sich für eine der beiden Tannen entscheiden.

83 000 Weihnachtsbäume werden 2017 in Rostocks Wohnzimmern stehen. Favorit bleibt Nordmanntanne. Trend geht zum Zweitexemplar.

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19. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Nur noch wenige Tage, dann ist Weihnachten. Bevor die Zeit des leckeren Essens und der Völlerei so richtig losgeht, fehlt noch ein wichtiges Schmuckstück, um die festliche Stimmung zu verbreiten: der Weihnachtsbaum. Viele Rostocker verschlägt es daher aktuell an sämtliche Verkaufsstände in der Hansestadt und Umgebung. Einer, der dieser Tage besonders viel zu tun hat, ist Alexander Reymann am Verkaufsstand am Rostocker Zoo.

„Am Tag kommen etwa 60 bis 70 Käufer, um sich ihren passenden Weihnachtsbaum auszusuchen“, weiß der Kulturwissenschaftsstudent, der bereits zum sechsten Jahr in Folge die traditionelle Weihnachtsdekoration für die Firma Ostseetanne an den Mann bringt. Auf die Frage, welches Kieferngewächs wohl das beliebteste ist, hat Reymann eine klare Antwort: „Natürlich die Nordmanntanne. Ein wenig Nachfrage erfahren noch die Kiefer oder die Blaufichte, aber der Großteil schwört auf die Nordmanntanne.“ Verkaufen wird er davon wohl noch einige: Laut einer Rechnung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) werden über die Festtage etwa 83 000 Weihnachtsbäume in Rostocks Wohnzimmern stehen.

„Gerade das dritte Adventswochenende ist das stärkste, was den Baumverkauf angeht. Wenige Tage vor Weihnachten tauchen aber immer noch Käufer auf“, weiß Reymann. Zudem lasse sich ein neuer Trend erkennen, welcher zur hohen Zahl verkaufter Tannen beitrage: „Einige Kunden interessieren sich mittlerweile für Zweittannen, für den Garten oder Balkon“, weiß der Teilzeitverkäufer. „Die Anzahl dieser Kunden ist aber noch sehr gering. Vielleicht einer von zwanzig Leuten kauft einen zweiten Baum.“

Bereits fündig geworden sind Michaela Weber und Töchterchen Mija. „Für uns gehört der Weihnachtsbaum in den Festtagen einfach dazu. Ich habe zwei Kinder und eine große Wohnung, da ist es Tradition, die Tanne gemeinsam zu schmücken“, sagt die Mutter. „Ohne Baum wäre es ein trauriger Anblick – der muss einfach da und bunt geschmückt sein“, so Weber, die sich natürlich für eine Nordmanntanne entschieden hat.

Dass sie mit dem Verkaufsstand von Alexander Reymann die richtige Wahl getroffen hat, bestätigt der Kulturwissenschaftsstudent, als er mit Fachwissen glänzt: „Die Tannen sind zirka 9 bis 15 Jahre alt, werden direkt vom Anbauer verkauft, sind ungespritzt und ohne Chemikalien behandelt“, erklärt er. „Besonders in Mecklenburg-Vorpommern wird viel Wert auf Regionalität gelegt“, weiß Reymann, der auch schon in Berlin, Brandenburg und Frankfurt/Oder im Tannenverkauf tätig war.

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