zur Navigation springen

Rostock : Tamsen maritim baut Werft aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neue Wechselspuranlage schafft einen zusätzlichen Außenarbeitsplatz. Größte Kunden sind die Marine und die Seenotretter #wirkoennenrichtig

Die Werft Tamsen maritim hat gestern eine neue Wechselspuranlage in Betrieb genommen. Die insgesamt 671 000 Euro teure Investition ermöglicht zusätzliche Rangiermöglichkeiten für Schiffe und schafft einen weiteren Außenarbeitsplatz. „Die Investition sichert höchstmögliche Flexibilität bei Kundenwünschen“, sagt Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph, der den Festakt begleitete. Sein Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben mit rund 147 000 Euro unterstützt.

Jährlich würden derzeit rund 50 Reparaturen, Umrüstungen und Neumotorisierungen auf dem 120 000 Quadratmeter großen Gelände abgearbeitet. „Mit der Investition in die neue Wechselspuranlage kann das Unternehmen noch flexibler auf Markterfordernisse reagieren“, so Rudolph. 89 Mitarbeiter sind auf der Werft beschäftigt. Sie sind in Wartung und Reparatur von Behörden-, Fahrgast- und Marineschiffen mit einer Länge von bis zu 70 Metern tätig, außerdem im Neubau kleinerer Schiffe sowie in der Verarbeitung von Kunststoffen für den Schiffbau, den Windenergiebereich und andere Auftraggeber. Unter anderem werden über 70 Meter lange Formen gefertigt, in denen Rotorflügel hergestellt werden können.

Zu den größten Kunden gehören die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und die Deutsche Marine. Allein für die Seenotretter baut die Werft bis 2019 sieben neue Rettungsboote. Aus Sicht von Rudolph schärft Tamsen maritim so das Profil des Wirtschaftsstandorts Mecklenburg-Vorpommern: „Die maritime Industrie mit ihren Werften sowie den dazugehörigen Zulieferern und Dienstleistern ist für das Land von strategischer Bedeutung.“ In der Branche seien interessante Perspektiven und attraktive Arbeitsplätze entstanden.

Insgesamt sind in der maritimen Industrie von Mecklenburg-Vorpommern knapp 300 Unternehmen mit rund 10 000 Beschäftigten tätig. Zu ihnen gehören neben den Schiffs- und Bootsbauern auch die Zulieferer sowie Betriebe aus der Meeres- und Offshore-Technik. Insgesamt bringt die Branche es auf einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Damit sei sie ein industrieller Kern der gesamten Wirtschaft im Bundesland, befindet Rudolph.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen