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#wirkonnenrichtig lokal : Süße Momente in der Gartenlaube

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Timm Berger möchte mit den Gästen seines Törtchenlokals Waldenberger dick werden. Seine Rezepte stammen aus der Familie.

svz.de von
erstellt am 03.Mär.2017 | 15:00 Uhr

Süße Momente verspricht Timm Berger im jüngst eröffneten Törtchenlokal Waldenberger in der Waldemarstraße 52. Das Konzept des Cafés dürfte von der klassischen Variante stark abweichen. Wer das gewisse Etwas sucht, darf sich hier wohlfühlen, denn der Jungunternehmer war in den vergangenen Jahren viel unterwegs und ließ seine gesammelten Ideen bei der Umsetzung einfließen.

Der 36-Jährige lebte bis 1997 in Wismar bei seiner Mutter, die dort ein Hotel betreibt. Daher war es absehbar, dass Berger beruflich erst einmal im Fahrwasser der Hotelerie Fuß fasste. Die Lübecker Marzipanspezialisten Niederegger bildeten ihn nach seiner Schulzeit zum Konditor aus. „Da lag die Idee nicht weit, irgendwann einmal selbst ein Café zu eröffnen“, sagt er.


Erfahrungen in aller Welt gesammelt


Doch bevor es so weit kam, zog es ihn erst einmal in die Welt hinaus, um Erfahrung in Den Haag zu sammeln. In München jobbte er zwischendurch als Postbote, in Berlin als Florist, bevor ihn Pesto Peter in Rostock unter die Fittiche der Hansestadt nahm. Hier wurde Berger ansässig und die ehemalige Idee, ein Café zu eröffnen, reifte. Unterstützung fand er bei seiner Mutter und dem gesamten Freundes- und Bekanntenkreis. Wochenlang wurde das Ladenlokal umgebaut und alles verbaut, was Mutter Reingard in 20 Jahren an alten Türen und Fenstern gesammelt hatte.

Dazu kam das Mobiliar aus Großmutters Zeiten und viel Grünzeug, denn das Café sollte das Ambiente einer Gartenlaube erhalten. „Hier hat jedes Möbelstück eine Geschichte und viele Freunde haben sich beim Umbau kreativ verewigt“, beschreibt Berger eine Bauphase, die ihm viel Spaß gemacht hat. Ein altes Küchenbüfett erhielt einen modernen Aufbau und dient heute als mobile Kaffeebar.


Kunden wünschen sich Lieblingskuchen


Doch was ist so anders an dieser Wohlfühl-Oase, die auf Kalorien aufgebaut wurde? Es gibt beispielsweise eine offene Backstube, wo Gäste Timm Berger zuschauen können, wie er seine Törtchen garniert.

Hilfe erhält der Konditor von Christin Ohland, die unbedingt eigene Backerfahrungen nach seinen Rezepten sammeln möchte und dabei die Kaffeemaschine fest im Griff hat. „Unsere Philosophie ist, Kuchen nach Hausfrauenart zu backen, der schmeckt“, erklärt Berger sein Angebot, welches eindeutig auf Hüftgold gepolt ist. So kommt beispielsweise der mächtige, leckere Nussstrudel von Onkel Heinz auf den Teller und die Buttercreme-Törtchen haben durchaus Sucht-Potenzial.

Jetzt wird jede Woche ein Lieblingskuchen eines Gastes nach Bergers Rezepten angeboten – ganz nach seinem Motto: „Möchtest Du mit mir dick werden?“ In wenigen Wochen ist im Waldenberger auch „Frühstück im Bett“ möglich. Dazu gibt es ein gutes italienisches Kaffeeangebot, welches im Sommer auch draußen an der mobilen Kaffeebar angeboten werden soll.

Zur Gartenlaube gehören selbstverständlich die selbst gemachten Marmeladen und gepressten Säfte aus Reingards Garten ins Verkaufssortiment. Brotbackseminare sind ebenfalls in der Planung. „Wir sind gerade erst angekommen und wollen uns erst einmal orientieren“, sagt Berger, aber Ideen für die süße Zukunft des Törtchenlokals Waldenberger seien sowieso noch reichlich vorhanden.

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