Nach Orkan Sebastian : Sturmtief verdrängt die Ostsee

Ein seltener Anblick: Gestern früh sah es durch die niedrigen Wasserstände so aus bei der Hafeneinfahrt in Warnemünde.  Fotos: privat (2)
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Ein seltener Anblick: Gestern früh sah es durch die niedrigen Wasserstände so aus bei der Hafeneinfahrt in Warnemünde. Fotos: privat (2)

Gerade morgens war es ein echtes Naturschauspiel und der Wasserstand 80 Zentimeter niedriger #wirkoennenrichtig

svz.de von
14. September 2017, 21:00 Uhr

So viele wasserfreie Steine auf der Mole sieht man in Warnemünde selten. Am Morgen war der Wasserstand heute 80 Zentimeter niedriger als üblich. „Aber erst ab 75 Zentimer sprechen wir von einem Niedrigwasser“, erklärt Wissenschaftlerin Bärbel Weidig vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH). Der Grund für diesen Wasserstand waren die Winde. „Wir hatten Südwest-Winde der Stärke sieben und Böen der Windstärke zehn“, sagt die BSH-Mitarbeiterin.

Das bestätigt Olaf Kötteritzsch, Kapitän der MS „Baltica“. „Wir hatten am Vorabend Windstärken bis zehn aus west-südwestlicher Richtung, deshalb haben wir unsere Fahrten heute ausfallen lassen. Wir denken, dass wir am Freitag wieder fahren“, so der „Baltica“-Kapitän. Den Fahrgastschiffen der Reederei Möller und der Fahrgastschifffahrt Käpp’n Brass machte das Niedrigwasser nichts aus. „Wir haben mehr mit dem Wind zu kämpfen“, so Mitarbeiterin Silvia Grahl. Als Vorsichtsmaßnahme für niedrige Wasserstände hat die Warnemünder Reederei an ihren Schiffen noch eine Stufe drunter bauen lassen, damit alle heil auf die Gangway kommen. „Vorsicht ist besser als hinten runter fallen“, sagt die gute Seele des Unternehmens.

Bis Freitag soll sich alles normalisiert haben, so die BSH-Mitarbeiterin. Zwei- bis dreimal im Jahr gibt es solche niedrigen Wasserstände. Die Pegelstände für Warnemünde werden übrigens vom Wasser- und Schifffahrtsamt Am Tonnenhof in Hohe Düne gemessen. „Zum Glück ist auch keine Sturmflut zu erwarten, morgen sollte die Ostsee vom Füllungsgrad wieder ganz normal sein“, informiert BSH-Wissenschaftlerin Weidig.

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