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Rostock : Studenten erobern neuen Spielplatz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Angehende Schauspieler von der HMT starten Veranstaltungsreihe im Volkstheater.

svz.de von
erstellt am 04.Feb.2017 | 18:00 Uhr

Raus aus der Hochschule, rauf auf die Bretter, die für sie tatsächlich die Welt bedeuten: Die Schauspiel-Studenten der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) haben eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Jeden ersten Sonnabend im Monat laden sie in den Ballettsaal des Volkstheaters zu einem Abend voller Überraschungen. Der Name „Studio 3“ ist dabei angelehnt an zwei Räume, die es bereits in der HMT für die Schauspielstudenten gibt, Studio 1 und Studio 2.

„Der dritte, neue und für uns nicht geschützte, sondern reale Raum am Theater soll offen halten, was man auf Bühnen machen und welche Dinge man vor Publikum zeigen kann: theatrale Momente, Musik und Unfertiges“, sagt Michael Schröder vom Organisationsteam der HMT. Teil des Konzeptes sei auch ein „Spontiblock“, bei dem jeder im Raum, egal ob Handelnder oder Publikum, für drei Minuten die Bühne erobern und zeigen könnte, was er möchte.

„Mich hat am meisten die Breite dessen, was angeboten wird, begeistert“, sagt der Schauspieldirektor des Volkstheaters, Ralph Reichel, „dass ein Musikstudent ein kompliziertes, klassisches Stück am Klavier bestreitet, dass ein Schauspielstudent eine schräge Interpretation eines klassischen Stücks macht und ein Singer-Song-Writer selbst gemachtes Liedgut präsentiert“.

Reichel war es auch, der den Studenten das Projekt ermöglichte. „Die Idee gab es schon lange“, sagt Michael Schröder. „Mit dem Intendanzwechsel am Volkstheater stand dann alles auf Null und wir wurden vom Schauspieldirektor angesprochen und nach unseren Wünschen gefragt“, erinnert sich der der 25-Jährige an die ersten Gespräche mit Reichel. „Es ist super, dass wir die Sicherheit vom Theater bekommen, zum Beispiel was Ton, Licht und Bühnenbauer betrifft. So können wir uns voll auf das Künstlerische konzentrieren“, ergänzt Max Mehlhose vom Organisationsteam, das sich einmal wöchentlich trifft.

Reichel hat zwar ein Vetorecht, die Studenten ansonsten aber freie Hand und die Programmverantwortung – auch, wenn es nicht so läuft wie geplant. „Der erste Abend stand unter dem Motto ,Auflaufen’, das hat gepasst und den ganzen Abend als etwas Initiierendes gut beschrieben“, sagt Schröder. Beim zweiten Mal dagegen sei das Motto „Vielleicht Amerika“ nicht gut gewählt gewesen. „Die Zuschauer hatten dann im Gegensatz zum ersten Mal konkrete Erwartungen“, bilanziert Mehlhose. Überaus zufrieden sind die Studenten mit den Besucherzahlen von jeweils etwa 80 Gästen. „Wir wollen erreichen, dass der Termin in den Köpfen bekannt ist und die Leute kommen, weil sie wissen, dass sie immer etwas geboten bekommen – und im Anschluss Party“, sagt der 26-Jährige.

 

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