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Rostock : Stipendiaten zeigen Kunstwerke

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zum zweiten Mal lässt Frieda 23 Studenten ihre Ateliers nutzen, um sich zu verwirklichen. Ausstellung wird am Sonnabend eröffnet #wirkoennenrichtig

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erstellt am 30.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Vier Wochen sämtliche Materialien und Werkzeuge nutzen, verschiedene Techniken ausprobieren und im Atelier die eigenen Ideen verwirklichen: Sechs junge Menschen, die in MV studieren oder ihre Wurzeln haben, dürfen seit Anfang August in der Summer School im Kunst- und Medienzentrum Frieda 23 ihrer Inspiration freien Lauf lassen. Am Sonnabend wird eine Schau mit ausgewählten Stücken in der Peter-Palme-Bibliothek eröffnet.

„Aus den 15 Bewerbungen, die eingegangen sind, haben wir darauf geachtet, ein breites Spektrum zu berücksichtigen“, sagt Thomas Häntzschel, der mit den Künstlern Holger Stark und Tanja Zimmermann als Mentor für die sechs Stipendiaten gewirkt hat. „Ein Monat ist für einen Künstler sehr kurz, aber es ist erstaunlich, zu sehen, was in der Zeit alles in den Ateliers passiert ist“, sagt Galerist Stark. Dabei sei für Mentoren und Stipendiaten ein beidseitiger Erfahrungsaustausch entstanden, so Malerin Tanja Zimmermann.

„Das Besondere an der Zeit hier ist, dass wir theoretisch 24/7 arbeiten konnten – wir hätten nicht mal schlafen müssen, wenn wir nicht wollten“, sagt Dorothea Liesenberg, die gerade ihren Masterabschluss in Angewandter Kunst an der Greifswalder Universität erlangt hat. Während des Studiums habe sie ihre Arbeit wegen der Lehre, Terminen und Abgabefristen natürlich immer wieder unterbrechen müssen. In der Summer School hat sie jetzt vier Wochen lang ihre gezeichneten Käfer, Spinnen und Schmetterlinge im Siebdruckverfahren zu Papier gebracht, teilweise sogar auf Blattgold gedruckt. Die Vorlagen nehme sie aus einem Naturführer – „Ich habe auch mal versucht, Fliegen zu fangen und diese zu zeichnen, aber sie sind einfach zu klein“, sagt Liesenberg. Denkbar sei eine Studie, bei der sie mit Mikroskop arbeiten könnte, so die Künstlerin. Mit Unterstützung einer Förderung aus dem Landeskulturprogramm MV konnten sich auch die anderen fünf Stipendiaten – Shirin Künnecke, Karoline Litau und Pauline Stopp von der Greifswalder Uni sowie Alexander Meyer, Student der Hochschule Leipzig, und Hannes Schüler, Absolvent der Hochschule Wismar – in der gesamten Frieda frei entfalten, ihre Drucke, Grafiken, Malereien, Arbeiten aus Gips und Beton umsetzen. Welche Stücke am Ende in der Ausstellung gezeigt werden, entscheiden Stipendiaten und Mentoren gemeinsam, so Thomas Häntzschel, Vorsitzender des Kunstvereins zu Rostock. Die Schau wird Sonnabend um 11 Uhr eröffnet.

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